© Spurensucher - 05. Mai 2017
Grupo NeXus und Wikimedia Commons (Bildquellen)

Fels- und Höhlenmalereien mit Langschädeln und Raumanzügen in Algerien?

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Bildquelle: Grupo NeXus

 

Tassili n'Ajjer in der algerischen Wüste ist kein unbekannter Ort für prähistorische Fels-/Höhlenmalereien. Wer sich intensiv damit beschäftigt, weiss, dass man dort ein Sammelsurium von etwa 15.000 Bildern und Gravuren über ein gigantisch großes Gelände verstreut findet, die mitunter über 10.000 Jahre alt sein sollen. Selbstverständlich kann man hier nicht von einem vollständigen Katalog an Zeichnungen sprechen, in die man vollständigen Einblick hat. Zumindest ist mir ist ein solches nicht bekannt. Aber auf ein paar Außergewöhnlichkeiten aus der Ferne sollte man schon aufmerksam werden: Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt … Die Frage ist, ob sämtliche Möglichkeiten der Interpretation bereits ausgeschöpft sind.

 

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Bildquelle der Riesenhühner, vielleicht sogar Moas oder einfache Sträuße (?): Wikimedia Commons

  

Das Tassili-Plateau mit zahlreichen Felsformationen, Flüssen und abwechslungsreicher fruchtbarer Landschaft bot den Menschen offenbar weitreichende Gelegenheiten, die damaligen Eindrücke im erodierten Sandstein zu verewigen. Dort finden sich zum Teil monumentale Gravuren und Malereien einer reichen Tierwelt aus Elefanten, Giraffen und Krokodilen (die es freilich heute dort nicht mehr gibt) und die von fruchtbaren Tälern und wasserreichen Schluchten zeugen. Diese wasserreiche Landschaft ist bereits vor Jahrtausenden verschwunden.

 

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Bildquelle untere Wüstenabbildung: Wikimedia Commons

  

Die dortigen Malereien liegen zum Teil weiter Kilometerstrecken auseinander und sind unter Felsvorsprüngen verborgen. Der Zugang dort wird alleine schon dadurch erschwert, dass es die UNESCO 1982 verboten hat, dort mit einem Fahrzeug durchzufahren – es sei denn, man wird von einen einheimischen Führer begleitet. Nur wirklich erfahrene Einheimische haben dort den Überblick und sicherlich gibt es für Forscher dort noch einiges zu entdecken. Immer mal wieder tauchen Zeichnungen dort auf, die Fragen aufwerfen. Es liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, was er in eine Zeichnung hineininterpretieren möchte, denn nicht immer sind die Deutungen durchweg naheliegend.

 

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Obere Abbildung: Kopf auf dem Rumpf – Raumanzüge der primitiveren "Auf"fassung oder schlicht simplifizierte Wasserköpfe? Quelle: Wikimedia Commons

 

Zweite bis vierte Abbildung: Merkwürdige Positionen und grobschlächtige Darstellungen von menschenartigen Wesen, die teilweise auch schweben. Erinnert mich eher an Raumanzüge. Haben wir es hier mit der Vorstellung oder der tatsächlichen Sichtung von "Göttern" zu tun? Quelle: Grupo NeXus

 

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Auffällig sind Zeichnungen und Gravuren von Menschen, die durch ihre riesigen Umrisse und besonders runden Köpfen oder Masken (?) auffallen. Man spricht hier von der sogenannten Rundkopfzeit zwischen 7.000 - 6.000 v. Chr. (vgl. wikipedia). Die Interpretation vieler Zeichnungen aus den einzelnen Epochen mag zwar selbsterklärend sein, dennoch gibt es offenbar einen Fundus an Fragwürdigkeiten. Wenn Körper schlank und Köpfe zum Teil größer dargestellt werden, spricht die Wissenschaft hier schlicht von deutlich "negroiden" Darstellungen. Wenn die Köpfe direkt auf dem Rumpf aufgesetzt sind und zum Teil runde oder ovale Elemente aufweisen, die an Zyklopenaugen erinnern, sieht man darin den "Marsgott" von Tassili n'Ajjer. Ob damit alles gesagt ist? Keine Ahnung: Dem freien Auge des Betrachters erschließen sich gegebenenfalls bei fragwürdigen Darstellungen noch andere Interpretationen oder zumindest weitreichendere Phantasien, die man ergebnissoffen diskutieren könnte (wie ich finde).

 

Abbildung: Handelt es sich hier um einen Schamanen oder um eine besondere uns unbekannte Wesenheit? Bildquelle: Wikimedia Commons

 

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Abbildung: Runde Schädel aus einer lt. heutiger Wissenschaft dafür eigens benannten Epoche – der Rundkopfzeit – sind eine Sache. Wie sieht es mit der Darstellung von Langschädeln aus? Hier offenbaren sich Assoziationen mit überall auf der Welt gefundenen Langschädeln, die einer besonderen menschlichen Spezies zuzuordnen wären. Auch die eklatant abweichenden Größenverhältnisse der "menschlichen" Abbildungen untereinander sirken nicht zufällig. Bildquelle Grupo NeXus

 

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Das Ganze erinnert ein wenig an die sogenannten Wandjina Himmelswesen in Australien, die ebenfalls weitreichendere Interpretationsspielräume in dieser Richtung zulassen. >> Siehe Spurensucher-Beitrag zum Thema 

 

In dem nachstehenden Youtube-Film kann man die arabische Sprache getrost ignorieren und die Bilder auf sich wirken lassen.

 

 

 

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