© Spurensucher - 02. April 2018

Auftragen zwecklos: Der irische Zwergschuh

Feenschuh_Irland

(Bildnachweis: Christopher Somerville)


In seinem Buch "Daimonic Reality: A Field Guide to the Otherworld" hat der Autor Patrick Harpur auf diesen Fund aufmerksam gemacht, der seinerzeit 1835 auf der Halbinsel Beara im südwestlichen Teil von Irland für Aufmerksamkeit sorgte.

Der einzige Beleg ist dieses Foto und eine ganze Reihe von Überlieferungen aus dieser Zeit. Offenbar ist dieses Artefakt durch zahlreiche Hände gegangen, sonst bliebe es wahrscheinlich heute bei einem Zeitungsschnipsel, den niemand besonders ernst nehmen würde. Auf einer abgelegenen Schafspur hat ein Bauer mit einem wachsamen Auge den etwa 7,2 cm langen und lediglich 2,2 cm breiten Schuh gefunden. Offenbar wusste er mit seinem Fund nichts großartig anzufangen und reichte ihn an den ortsansässigen Arzt weiter. Dieser wiederum gab ihn an die Familie Somerville aus Castletownshend im County Cork weiter, die ihn später offenbar fotografierten. Innerhalb der Familie Somerville nahm sich die "gelehrte" Autorin Dr. Edith Somerville des Schuhs an und nahm ihn auf eine Vortragsreise mit nach Amerika. Bei der Gelegenheit brachte sie ihn zu Wissenschaftlern an der Harvard Universität, die ihn genau untersuchten. Es stellte sich heraus, dass der Schuh mit winzigen Nähten und gut gearbeiteten Ösen (ohne Schnürsenkel) ausgestattet war. Man war der Ansicht, dass er aus Mausfell hergestellt wurde.

Der Schuh entsprach offenbar dem Stil der damaligen Zeit, was zunächst darauf schließen ließe, dass es sich um eine Puppenausstattung handelte. Dagegen sprachen jedoch die regelmäßigen Abnutzungsspurgen im Bereich der Ferse und an der Sohle. Zu gewöhnlichen Puppen passt die Schuhgröße im übrigen auch nicht. Ebenso unwahrscheinlich dürfte es zu dieser Zeit gewesen sein, Mausfell als Verarbeitungsstoff zu wählen. Das wäre sicherlich auch keinem Musterschneider in den Sinn gekommen – schon gar nicht in solch' einer abgelegenen Gegend.

Patrick Harpur lässt in seinem Buch fallen, dass weitere Kleidungsstücke kleiner Wesen im 19. Jahrhundert in Irland gefunden wurden, so zum Beispiel ein 17 cm langer Mantel, der ausgefranst und Brandspuren wie von einer kleinen Pfeife aufwies.

 

 

Man muss natürlich dazu sagen, dass der sogenannte Leprechaun zu den berühmtesten aller irischen Legenden zählt. Der Leprechaun soll eine Art Fee sein – er ist ein Schuster, der die Schuhe für die Feenwesen herstellt. Gewöhnlich werden sie als alte bärtige Männer dargestellt – Leprechauns sind nie weiblich. Die Legende besagt, dass die Feen alle ihre Schätze vor den marodierenden Horden der marodierenden Wikinger in Irland versteckten. Die Leprechauns erhielten die Aufgabe, den Schatz zu bewachen. Unglücklicherweise zeigt der Regenbogen immer auf den Standort des Koboldschatzes, so dass der Leprechaun den Schatz ständig bewegen muss. Bei dem Klima in Irland treten Regenbögen reichlich auf! Man sagt, sobald man einen Leprechaun fängt, muss er dir entweder seinen Schatz geben oder dir drei Wünsche erfüllen. Das Bild und die Legende des irischen Leprechaun hat die Jahrhunderte überdauert und ist heute in der westlichen Gesellschaft scheinbar immer noch sehr verbreitet. 

 

Leprechaun?

 

Der Urheber dieser Aufnahme ist unbekannt. Sie stammt jedenfalls aus dem 19. Jahrhundert und zeigt die Stimmung im Zusammenhang mit Leprechaun-Sichtungen. Es handelt sich um das Kreuz von Muiredach (Südliches Kreuz), Monasterboice, Co Louth, Irland. Das aus Sandstein gefertigte Kreuz ist über 5 m hoch und stammt aus der Zeit um das 9. Jhrd.

 

 

Eine "Kiki Lang" berichtet auf Youtube: "…Mein Highschool-Lehrer war im Urlaub in Irland und machte eine Bustour. Sie hatten zum Mittagessen angehalten, und gegenüber dem kleinen Restaurant war ein offenes Feld. In der Mitte des Feldes stand ein schwarzer Dornbaum. Der Besitzer des Restaurants sagte, es handele sich dabei um einen Feenbaum, und er stünde da deswegen so lange, weil die Bauern Angst hatten, ihn zu fällen. Der ganze gesamte Reisegruppe fing an, den Reiseführer nach Feen zu fragen, woraufhin er sich beleidigt fühlte. Er sagte: '"Ich habe an der Universität studiert, haltet mich also nicht für dumm. Ich glaube an Märchen."' Alle halten die Klappe und stellen erstmal keine weiteren Fragen mehr. Ein alter Mann auf der Tour sagte zum Reiseführer: '"Ich gebe dir 50 Pfund, um an den Schwarzen Dornenbaum zu pinkeln." ' Zuerst war der Führer beleidigt und sagte, der Australier sei vulgär. Alle lachten über ihn. Die Einheimischen in der Bar schimpften ihn einen Feigling. Also ging der Reiseführer zum Baum, um sich dort zu erleichtern. Selbstgefällig steckte er die 50 Pfund ein. Im weiteren Verlauf des Tages fing der Reiseührer an, sich krank zu fühlen. Sie mussten zwischendurch den Bus anhalten, damit er aus dem Bus rennen und pinkeln konnte. Der Führer hat es nicht geschafft, er hat sich selbst angepisst. Das Schlimmste daran war, dass sein Urin ganz blutig war. Klingt komisch, aber es hat jeden im Bus erschreckt. Die Frau des Australiers war sehr wütend auf ihren Mann, weil er ein Idiot war, und gab ihm die Schuld für das Leid des Reiseführers. Mein Highschool-Lehrer erzählte uns diese Geschichte, weil es sich nie lohnt, ein widerlicher Trottel zu sein, wenn man reist." Es stellt sich nur die Frage, wen sie wohl damit gemeint haben mag.

 

 

 

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