© Spurensucher - 19.6.2016

Dogman: Auf den Hund gekommen … (1. Teil)


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Menschenähnlicher Hund oder hundeähnlicher Mensch? Die Frage dürfte zunächst lauten: Gibt es so etwas überhaupt? Reflexartig erinnern wir uns an Werwolf-Szenen der Hollyschrott-Industrie und winken müde ab. Da waren doch diese Verwandlungsszenen bei Vollmond, gefolgt von mutigen Kerlen, die sich der Gefahr stellten und mit Silbermunition bewaffnet auf die Jagd gingen. OK, war’s das damit also schon?

Ist der Stoff der Filmindustrie nicht lediglich ein cineastisches Vergnügen ohne Realitätsbezug, das bestenfalls indirekt den Erfindungsreichtum etablierter Autoren zu Wort kommen lässt?


Das sehen zahlreiche Amerikaner in der Gegend um Michigan etwas anders. Seit Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts sind die Siedler der seenreichen Region einem Phänomen ausgesetzt, das man nicht nur einigen wenigen Verrückten in die Schuhe schieben kann, sondern das sich bis in die heutige Zeit hartnäckig als regionale Gegebenheit etabliert hat.

Sichtungen eines menschenähnlichen Hundes oder hundeähnlichen Menschen, die man auch mit Werwölfen (zumindest äußerlich) gleichsetzen kann, gehen mindestens bis in die genannte Zeit zurück und dauern bis heute an. In Michigan nennen sie diese Wesen "Dogmen" und sie erscheinen den Menschen zumeist an einsamen Plätzen – im Unterholz, abgelegenen Wegen und Straßen. Keine ideale Voraussetzung, nach einer solchen Sichtung für voll genommen zu werden. Das ist auch einer der Gründe, warum die Menschen teilweise jahrzehntelang darüber schweigen und erst viel später ihren Kindern oder Enkeln davon erzählen. 

 

 

dogman Einige schmunzeln über solche Sichtungen, doch wenn diese innerhalb weniger Jahre in die Hunderte gehen und von "unbescholtenen" Einwohnern kommen, lassen sie sich nicht mehr ohne weiteres vom Tisch fegen. Und der klassische "Dogman", der bislang lediglich mit "Hundefreund" assoziiert wurde, rückt zunehmend in den Hintergrund.

 

Physiognomisch kann man davon ausgehen, dass es sich in einem Großteil der Fälle um ein Wesen handelt, das den Körper eines Menschen hat und den Kopf eines Wolfs. Zumindest trifft diese Grobbeschreibung einen Großteil der Fälle. Bei Werwölfen, die möglicherweise der Beschreibung ähneln, ist die Komponente der Verwandlung ein wesentlicher Bestandteil. Der "Michigan Dogman" lässt dieses cineastische Kriterium außer Acht, denn man geht davon aus, dass hier keinerlei Verwandlung der Herkunft dieses Wesens zugrunde liegt. Es ist eher davon auszugehen, dass wir es hier mit einer kryptozoologischen Erscheinung zu tun haben, die ihre Gestalt nicht verändert.

Gemeinsamer Nenner dieser Sichtungen ist die Besonderheit, dass sich dieses Wesen auf seine "Hinterläufe" stellt, wenn es sich bedroht oder einfach nur ertappt fühlt und in dieser Situation vom 4-Beiner zum Zweibeiner wechselt. Befindet sich der "Dogman" erst einmal in einer aufrechten Postion, hinterlässt er einen besonders furchteinflößenden Eindruck. Die Vorderläufe sind eher muskulöse Oberarme mit weiten Klauen, die alles andere als ergeben herabbaumeln, wie man das gewohnt ist, wenn Hunde Männchen machen.

Die Größenschätzungen belaufen sich auf zwischen 7 und 10 Fuß (2,15 - 3,00 Meter). 

 

Wie ein Song dem Dogman Beine machte

 
Bis 1987 hatte man in der Region um Michigan zwar von diesem Wesen schon mal vereinzelt in den Medien gehört, doch erhielt es bis zu diesem Zeitpunkt nicht den Bekanntheitsgrad, der einem Bigfoot oder Ungeheuer von Loch Ness zugestanden wurde. Dies änderte sich allerdings, als der Discjockey Steve Cook aus Anlass der ersten bekannten Sichtung 1887 für das 100-jährige Jubiläum eine Stück unter dem Titel "The Legend" rausbrachte, das sich mit ein paar der bist dato gemeldeten Sichtungen des "Dogman" auseinandersetzte und im Lied zitierte. Das Video zu diesem Liedchen lohnt sich schon für einen ersten Eindruck. 


 

Cook verkaufte die Kassetten zu je 4 Dollar und spendete den Erlös an Tierschutzorganisationen.

>> zum britischen Wikipedia-Eintrag (https://en.wikipedia.org/wiki/Michigan_Dogman)

 

Die Ausstrahlung dieses Songs ermutigte zahlreiche Zuhörer, ihre persönlichen Erlebnisse zu schildern, was dazu führte, dass sich umfangreiche Berichte "entluden". Das Stück war regelrecht ein Katalysator für das Gesprächsthema. In den darauffolgenden Wochen trauten sich die Menschen von ihren Erlebnisse zu berichten; viele zum ersten Mal. In kürzester Zeit meldeten sich 100 Zuhörer und berichteten über ernst zu nehmende Ereignisse in ihrer Region.

 

Die erste Schilderung im Song (wurde auch im Reiseführer Traveling Michigan's Sunset Coast von 1887 erwähnt) behandelte den Fall einer Gruppe von Waldarbeitern, die auf der Jagd waren und eine hundeähnliche Gestalt sahen. Sie nahmen die Jagd auf und verfolgten das Wesen, das sich in einen hohlen Baumstamm flüchtete. Ob sie es aus Zeitvertreib oder für ihre Trophäensammlung jagen wollten, ist nicht überliefert. Sie umstellten den Baumstamm, als einer der Jäger versuchte, das Wesen mit einem langen Stock rauszutreiben, um es anschließend abzuknallen. 

Die Reaktion des Wesens bestand aus einem überirdisch klingenden Schrei, den die Anwesenden noch nie zuvor gehört hatten und sie bis auf’s Mark erschreckte. Das Wesen stürzte aus seinem Versteck, stellte sich auf die Hinterläufe und trieb die Menschen nach einer Schrecksekunde in die Flucht. An eine Jagd war von ihrer Seite aus nicht mehr zu denken. Das monströse Erlebnis steckte ihnen wohl noch lange in den Knochen und sie kamen nie wieder an die Stelle zurück. Es handelte sich um die offenbar erste bekannt gewordene und veröffentlichte Sichtung, die einen "Dogman" in seiner Physiognomie und seiner Fähigkeit beschrieb, sich auf zwei Beinen zu "präsentieren".

Seither hat man nach vermeintlichen Angriffen immer häufiger Spuren gesichert, die weitaus größer waren als die bekannter Hunderassen. So auch bei einem Farmer, der offenbar einen Herzinfarkt erlitt, als er von einem solchen Wesen heimgesucht wurde, das neben seinem zusammengesackten Körper unzählige Spuren hinterließ. Dem toten Farmer krümmte der "Dogman" allerdings kein Haar (außer dass er ihn zu Tode erschreckte).

 

Überliefert wurde bis heute auch ein Schrei wie der einer "Todeshexe (Banshee)", der mit der Sichtung eines "Dogman" gelegentlich einher geht. 1907 fand ein Sheriff eine Kutsche mit 4 toten Pferden, deren Augen schreckgeweitet offen standen. Ein Fahrgast oder Kutscher war nirgends zu finden. Um die Pferde herum fanden sich offenbar auch wieder riesige canine Pfotenspuren.

 

1937 wurde ein Mann am Muskegon River von einem ganzen Rudel angegriffen. Der Angegriffene konnte sich mit einem Gewehr verteidigen und wurde auch hier mit einem aufrecht stehenden "Dogman" konfrontiert, der ihn mit gelben Augen anstarrte.

 

Die Intelligenz dieser Wesen lässt sich nicht nur am durchdringenden Blick ausmachen (oder ggf. davon ableiten), sondern auch am Verhalten: Mal versuchen sie, sich gezielt an Eingängen von Waldhütten Zutritt zu verschaffen, mal versuchen sie ihr Glück an Kirchenpforten. Entsprechend hinterlassen sie dort zum Teil auch meterhohe Kratzspuren, die darauf schließen lassen, dass sich nur aufrecht bewegende Lebewesen dort zu schaffen gemacht haben konnten. Bären kommen nach Untersuchungsergebnissen der Spuren dafür nicht in Frage.

 

1961 hat ein Sicherheitswächter aus Michigan bei seinem nächtlichen Wachgang eine Aufnahme gemacht, nachdem er eine Nacht zuvor bereits das Wesen gesichtet hatte. Mutig griff er bei der zweiten Sichtung auf die damalige Kameratechnik zurück (er hatte extra seine Kamera mitgenommen) und schoss das nachstehende Foto.

 

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Sichtung eines Wachmannes, 1961. Der Sohn des Wachmannes bietet heute jedem Skeptiker an, das Original-Filmmaterial aus dieser Zeit zu untersuchen, um selbst die Negative auf Authentizität zu überprüfen.

 

Steve Cook hat jedenfalls mit seinem Liedchen 1987 anlässlich der überlieferten Sichtungen für Furore gesorgt, obwohl er eigentlich seinem Sender nur etwas Rückenwind verschaffen wollte. Was er dagegen auslöste, war der Auftakt einer Serie von über hundert Anrufern aus der Regioin, die seinen Song zum Anlass nahmen, über ihre eigenen Sichtungen zu berichten.

 

** >> Hier geht's zur Fortsetzung **

 

 

 

 

 

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