Gizeh-Pyramide: Von oben achtseitig

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Zum ersten Mal fiel es 1940 dem britischen Air Force Piloten P. Groves auf, als er in seinem Flieger über das gewaltige Monument hinwegflog (s. rechter Teil des Schwarz-Weiss-Bildes; damalige Originalaufnahme): Die Gizeh-Pyramide ist in Wirklichkeit achtseitig. Jedes Seitenteil der Pyramide zeigt bei spezifischer Lichteinwirkung eine senkrechte leicht  „eingefallene“ Nahtstelle in der Mitte.

 

concav-ikonos.jpgBei 2,3 Millionen Blöcken, von denen jeder rund 2 Tonnen wiegt, kann man durchaus von einer der größten Ingenieurleistungen aller Zeiten sprechen. Insbesondere deshalb, weil die Experten über das astronomische Wissen verfügt haben müssen, die optische "Auffaltung" der Seitenflanken zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten gleich mit in die Architektur einzubeziehen. Zumindest, wenn man hier von einer absichtlichen Berücksichtigung bei der Konstruktion ausgeht.

Die "aufgefaltete" Darstellung der Gizeh-Pyramide ist von oben zum Zeitpunkt der Tag-/Nachtgleiche – oder zu Sonnenaufgang-/Sonnenuntergang – besonders deutlich.

 


Tages-/Nachtgleiche als optischer Verstärker

 

viewimage.jpegDas Sternzeichen Widder beginnt um die Tages- und Nachtgleiche im Frühling. Die Waage markiert mit der Tages- und Nachtgleiche den Herbstanfang. Dadurch wird das Jahr in zwei Teile mit jeweils 6 Tierkreiszeichen aufgeteilt. Am Ende der zwei Zyklen stehen jeweils das Sternzeichen Jungfrau und das der Fische. Es sind die Sternzeichen, die laut Pistis Sophia nicht geändert werden. Alle anderen Sternzeichen erfahren eine Wandlung. 

 

Abbildung links: Gizeh-Pyramiden zur Sommersonnenwende, Aufnahme 1940

 

In Karnak am Nil findet man übrigens eine Allee mit 40 widderköpfigen Sphinxen. Die Anzahl 40 kann man mit der Zeit verbinden wie 40 Tage der Fastenzeit oder den 40 Jahren beim Auszug aus Ägypten. Bei der Sintflut regnete es 40 Tage und 40 Nächte.

 

Abbildung: 40 widderköpfige Sphinxen in Karnak

 

Entrance to Karnak

 

Das optisch-architektonische Phänomen der Gizeh-Pyramide wurde streng genommen bereits in „La Déscription de l’Egypte“ im späten 18. Jahrhundert durch Flinders Petrie illustriert (ein weiteres Zitat aus der Zeit: „…immer wieder beobachtete, wie die Steinlagen des Kerns Abweichungen von ½° bis 1° aufwiesen“; aus The Pyramids and Temples of Gizeh, 1883, S. 421).


Ähnlich konkave Strukturen sollen auch bei der Pyramide von Menkaure, der dritten Pyramide von Gizeh, bestehen. Gleiches gilt in abgeschwächter Form für die "rote" Pyramide von Dahshur. Man muss sich fragen, ob diese bauliche Besonderheit ausschließlich einer vermeintlich höheren Stabilität der Pyramide geschuldet ist, wie manche Experten behaupten.

 

 

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