© Spurensucher - 07. Januar 2017
Youtube - Diverse

Aufgetau(ch)t: Bigfoot-Körperteile oder Scherzartikel?

 

 

  


Um Heiligabend herum wartete der selbsternannte Hundetrainer Peter Caine aus Beaver Dams, New York, auf Youtube mit einer in Packpapier eingewickelten Überraschung auf. Ein angeblich 1972 ausgestellter Zettel, der dem Überraschungspaket beilag, soll durch die Hand seines Vaters beschriftet worden sein. Darin steht, dass sein Junge bloß nicht den eingewickelten giftigen Unterarm des Bigfoot essen solle. Der Senior war wohl zu Lebzeiten permanent zu Scherzen aufgelegt, wie uns Caine erklärt.

 

Gerade weil die Umgebung des Hundetrainers mehr an einen Messie-Haushalt oder Taubenschlag erinnert, ist man geneigt, dem Fund keinerlei Bedeutung zuzumessen. Man wundert sich aber dennoch darüber, dass ein so täuschend echter Scherzartikel (sofern es einer ist) vor den Augen des Publikums ausgepackt wird. Der Unterarm des Wesens soll nach Kiefer riechen.

 

Angeblich hat sein Vater am 23. September 1953 den Sasquatch aus Notwehr erledigt und seitdem eingefroren. Aus Platzgründen hätte er ihn angeblich in mehrere Abschnitte zersägen müssen, was stundenlang gedauert haben soll. Die Knochen seien viel schwerer und härter – die Venen mussten mit einer Kabelzange durchtrennt werden.

 

Auf großem Fuß – Fuckin' real?

 

Weil es Caine spannend machen wollte, setzte er am 4. Januar noch eins drauf und präsentierte uns den dazu passenden Fuß – ebenfalls in Packpapier mit Kreppband eingewickelt. Das offenbar schwergewichtige Teil stand zu Lebzeiten noch im Matsch, als das Wesen auf die Jäger zurannte … seitdem wurde es in Packpapier in einem angeblich luftdicht abgeschlossenen Behälter tiefgekühlt aufbewahrt. Man erkennt schon, dass es vereist war, sehr detailliert ausgearbeitet ist und gefrorenes Fell aufweist. Die Größe des Fußes ist monströs und 10-15 kg schwer, wenn das Körperteil wirklich authentisch ist.

 

 

  


Heutzutage kann man mit maskenbildnerischen Talenten oder künstlerischen Ambitionen viel anstellen. Möglicherweise hat Caine diese schöpferischen Meisterwerke einem Künstler entliehen.

 

Man darf gespannt sein, ob diese Erstauflage aus Körperteilen auf Dauer auch einer nächsten und übernächsten Prüfinstanz standhält. Gorillafüße sehen jedenfalls anders aus.

 

Ich tendiere trotz beeindruckender Präsentationsqualität zu einer aufwendig hergestellten Requisite, zumal ich mir auch seine anderen Filme angeschaut habe, die alles andere als überzeugend wirkten (Chewbacca lässt grüßen).