© Spurensucher - 12. August 2017
Abbildungen: Gregory Tiki Viracocha

Plattenweg: Versteinerte Spurrillen im Elsaß

 

Aus einem Guss

 

Das Elsaß bietet ein Fülle mystischer Orte, über die es sich im einzelnen lohnen würde, gesondert zu berichten. Eine halbe Stunde Fußmarsch vom Michaelsberg (Mont St. Michel) entfernt liegt die Heidenstadt, ein keltisches Oppidum. Unterhalb des Oppidums gibt es den sogenannten Plattenweg, der als römischer Weg auf den meisten Karten verzeichnet ist. Bei näherem Hinsehen stellt man fest, dass dieser Plattenweg sogenannte Cart ruts aufweist – Wagenspuren oder Spurrillen im breiten Felsgestein. Der Weg wurde laut Auszeichnung von den Römern auch nur modernisiert und existierte bereits lange vor ihnen! Manche Geschichtsschreiber weisen ihn den Kelten zu, was aber sicherlich auch nicht der Fall ist. Der Plattenweg soll eine Steigung von 23 % haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Einfachheit halber wird dieser Plattenweg stets auf Karten als alte Römerstraße ausgewiesen. Der Hobbyarchäologe Gregory Tiki Viracocha hat sich das Ganze etwas aus der Nähe angesehen und zeigt uns verblüffende Details zur Plattenroute, die steil über 300 Meter Höhe reicht.

 

Gregory Tiki Viracocha

Abbildung: Gregory Tiki Viracocha bei der Vermessung der Cart ruts

 

Er weist darauf hin, dass wir es hier nicht mit üblichem römischen Kopfsteinpflaster zu tun haben, sondern mit einem massiven Gesteinsuntergrund, in den Furchen bzw. Trassen gebildet wurden. Der Begriff "Platten" dürfte insofern bereits mißverständlich wirken – es sei denn, man spricht von einer geschlossenen Steinplatte oder Felsendecke. Von den Römern jedenfalls wurde hier nichts "gepflastert".

 

Die Einkerbungen im Felsen sind teilweise bis zu 70 cm tief. Sowohl Seitenwände als auch der Untergrund sind nach Auffassung von Gregory Tiki Viracocha keine Megalithen, sondern stets geschlossene Felsstrukturen.

 

Vermaßung

 

 

 

Elsass (1)

So kann man zum Beispiel sehen, dass die Piste teilweise 3 oder mehr Cart Rut Schneisen aufweist. Mich erinnert das als ehemaliger Düsseldorfer an Straßenbahnschienen. Die Strecke wird von steilen Mauerblöcken gesäumt – man erkennt an der Hangseite, dass hier möglicherweise ebenso hohe Mauerblöcke standen, die allerdings irgendwann vielleicht entfernt wurden oder hinabgestürzt sind. Sie wirken so massiv wie die Gesteinstrasse selbst.

Die Rillen variieren nach einigen Abschnitten ein wenig in der Breite, hängen aber meiner Meinung nach nicht mit tektonischen Bewegungen zusammen.

 

Elsass (2)

An anderer Stelle zeigt uns Gregory, dass hier im weiteren Verlauf mitunter 2 tiefe und parallel 2 weniger tiefe Zugtrassen im Gesteinsboden entlang laufen. Der Untergrund ist Sandstein. Zumindest abschnittsweise gibt es Flächen von bis zu 30 Metern Breite, die mit Vegetation bedeckt sind und die darunter ebenfalls festen durchgehenden Felsboden mit Furchen aufweisen.

 

Elsass Vegetationsabtragung

 

Elsass Vegetationsabtragung 2

Außerdem weist Gregory seitlich der Trassen bzw. entlang der Wände auf rechteckige Kerben Treppenaufgänge und Nischen hin.

 

Elsass_Treppe

 

Treppe

 

Hufeisen

 

Was wie Hufeisenabdrücke aussieht, sind offensichtlich keine. Jedenfalls handelt es sich um Abdrücke und nicht um Einkerbungen bzw. Gravuren.

 

Die Zugtrassen oder Spurrillen im Elsaß sind insofern nichts Einzigartiges, als dass sie an vielen Orten der Welt auftauchen und alleine schon aus geographischen Gründen nichts mit den Aktivitäten der Römer zu tun haben können. Sie existieren in Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Malta, Bulgarien, der Türkei, Aserbaidschan, Abchasien, Armenien, der Krim, Mexiko, Brasilien, USA und anderen Ländern, teilweise sogar auf dem Meeresboden. Die konventionelle Archäologie will sich mit diesen Erscheinungen vordergründig nicht abgeben. Vereinzelte Geologen, die sich trauen, hierüber eine Altersschätzung abzugeben, sprechen von 12 - 14 Millionen Jahre vor unserer Zeit.

 

Letztlich kann man nicht Bestimmtheit sagen, welche menschlich-technischen Vorrichtungen zu diesen Spurrillen geführt haben, jedoch Römerkarren waren es sicherlich nicht. Jedenfalls muss es nach der Entstehung der Spurrillen wie auch der anderen Zivilisationseinflüsse zu Versteinerungen gekommen sein, um diese zu verewigen.

 

Quellenhinweise: Sämtliche Abbildungen sind von Gregory Tiki Viracocha

 

Weitere Quellen:

http://earthbeforeflood.com/ und

http://janpeterdejong.weebly.com/the-cosmogony-of-the-three-worlds.html 

Facebook-Seite Gregory Tiki Viracocha: https://www.facebook.com/gregorytikiviracocha