© Spurensucher - 12. November 2019

Weniger bekannte Reste von Karthago

Zisterne_Karthago_1875

Die noch vor knapp über 140 Jahren fotografierten Zisternen von Karthago geben einen relativ unversehrten Eindruck davon, wie diese Baukultur einst aussah … (Foto: unbekannter Künstler, Karthago, Antike Zisternen, ©Foto Kunstbibliothek, Staatl. Museen von Berlin, Link)

 

Ich muss ein wenig ausholen, ohne die Sache allerdings zu weit zu vertiefen. Vor ein paar Jahren stattete ich Karthago einen Kurzbesuch ab und schaute mir die Antoninus Pius Thermen an. Wie alle anderen Ausgrabungsorte in der nahen Umgebung steht man vor Resten alter Mauerwerke und staunt über Rundbögen und die obligatorischen römischen Säulen, nahezu sämtlich abgebrochen und in Einzelteilen überall verstreut herum liegen. Man fragt sich zwangsläufig, wie das Ganze wohl einmal intakt ausgesehen haben mag. Der Reflex ist allzu selbstverständlich … Mittlerweile frage ich mich allerdings auch, wie das Ganze wohl verschüttet wurde bzw. die Landschaft wohl aussah, als man die ersten Ausgrabungen unternahm.

 

antoninus-pius-spurensucher2

Ufernah: Einzelne riesige "römische" Säulen prägen den Aufbau des ehemaligen Untergeschosses des angeblichen Badehauses der Römer. Für mich fallen sie optisch aus dem Rahmen. Liegt das nur an der gründlicheren Restauration ausgewählter Einzelteile? 

 

Wie immer geht die Geschichte auf etwa Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als man die wesentlichen ersten Ausgrabungen vornahm. Nach ersten Recherchen stelle ich fest, dass wir hier wenig bis gar keine Informationen darüber finden, wie der nicht ausgegrabene Zustand der Umgebung damals aussah. Vielleicht habe ich ja nicht gründlich genug recherchiert, aber es gibt nur wenige Skizzen geschweige denn Fotos zu den Ausgrabungsabschnitten etc.

Ich finde auch wenige Auskünfte darüber, wie man sich die komplett verschüttete Umgebung erklärt. Ist es selbstverständlich, dass hier alles zahlreiche Meter tief unter der Erdoberfläche lagen? OK, auf dem Bild sehen wir das Untergeschoss der "Thermen". Handelte es sich damals nicht vielleicht sogar um das Erdgeschoss?

 

antoninus-pius-spurensucher1

 

Konzentration auf die Restauration von Säulen

Hier ein paar dürre Informationen aus Wikipedia:

"Der monumentale Komplex wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts identifiziert und 1901 unter Denkmalschutz gestellt. In der Nachkriegszeit, genauer gesagt zwischen 1944 und 1956, ließ Gilbert Charles-Picard die Ruinen beseitigen und Konsolidierungsarbeiten durch Maurice Pinard und Alexandre Lézine durchführen. Letzterer bedauerte zwar, dass sie unvollständig waren, veröffentlichte aber Zusammenfassungen seiner Notizen über die Architektur des Denkmals in den Jahren 1968 und 1969.

Im Rahmen der internationalen Kampagne der UNESCO von 1972-1992 schlägt Mohamed Fendri, Direktor für historische Denkmäler am National Institute of Archaeology and Art, vor, die Ruinen durch die Restaurierung von Säulen in ihrer Größe wiederherzustellen. 1972 führte der beratende Architekt der UNESCO, Jacques Vérité *), die entsprechenden Studien durch, während er die Nordtreppe zur Promenade, die ein notwendiger Bestandteil der Besichtigungen ist, sanierte. Unter der Leitung desselben Architekten arbeitet das Konservierungspersonal der Karthager Baustelle unter Kontrolle, manchmal unterstützt von tunesischen Teams, wobei die Arbeiten ab 1980 mit dem Zusammenbau einer Säule des nördlichen Palastes begonnen haben. Zwischen 1984 und 1986 folgte die Anastylose (Anmerkung: Wiederaufbau, Wiederherstellung) einer der Säulen des Frigidariums: Der Schaft dieser 12,50 Meter hohen Säule wiegt 60 Tonnen. Das Zelt (Kapitell) war etwa 1,80 Meter hoch und wog 8 Tonnen. Zwischen 1986 und 1988 vervollständigten eine Säule aus einem der Schwimmbäder des Frigidariums, eine "weiße" Säule und die horizontale Anastylose einer Säule aus dem südlichen Portikus des Frigidariums diese Erweiterungsarbeiten."

 

*) Dieser Jacques Vérité ist übrigens im Internet für mich ein "Geist". Keine Spur von ihm oder seiner Vitae zu finden. Mir ist das aufgefallen, da er so einen eigentümlichen Namen trägt ("Vérité" = Wahrheit). Hat es diesen Menschen wirklich gegeben … ? Er wird lediglich im Buch "L'archéologie en Tunisie (XIXe-XXe siècles): jeux généalogiques sur l'Antiquité" erwähnt.

 

Insgesamt macht mich hier etwas stutzig, dass dieser - wenngleich monumentalen Säule – soviel Aufmerksamkeit geschenkt wird und zahlreiche Ausgrabungen noch nicht vollzogen wurden (alleine aus meiner subjektiven Sicht).

 

antoninus-pius-spurensucher3

Warum hier überhaupt so spät angefangen bzw. knapp 150 Jahre gewartet wurde, erschließt sich mir offen gestanden auch nicht so ganz. Der heute aufgeräumte Zustand der dort vorgefundenen "Trümmer" dürfte also auch ein Großteil an Phantasie bemüht haben – abgesehen davon, dass hier nur noch das Tiefparterre der wie auch immer konzipierten Baulichkeit vorhanden war.

 

Ein ganzes Stück weiter hangaufwärts finden sich weitere "Kellergeschosse". Auch hier sieht man deutlich, dass die Ausgrabungsarbeiten unterbrochen oder unvollständig beendet wurden. 

 

antoninus-pius-spurensucher4

Ich bin bei meinen Recherchen auf einen interessanten Beitrag gestoßen, der erstaunlicherweise von der University of Liverpool stammt und der möglichweise einen Hinweis auf die merkwürdigen Praktiken wirft. Dieser trägt den vielsagenden Titel: "Die Vergangenheit ausgraben und kontrollieren - Ideologie in der imperialen und kolonialen Archäologie entlarven" (übersetzt, von Prof. Bonnie Effros BA, MA, PhD, FRHistS). (Link des Originalbeitrags).

Er war es mir Wert, ihn übersetzt zu zitieren:

 

"Wir alle kennen den Mythos „Indiana Jones“, in dem junge (und attraktive) Archäologen exotische Landschaften auf der Suche nach verborgenen Schätzen erobern und erforschen und „böse Jungs“ besiegen, während sie kostbare Juwelen greifen oder alte Geheimnisse aufdecken. Diese Fantasiefilme haben das Publikum ermutigt, romantisch von archäologischen Abenteuern im Ausland zu träumen, ohne über deren Folgen nachzudenken. Tatsächlich sollen echte Archäologen wie Aurel Stein (1862-1943), Hiram Bingham (1875-1956) und Langdon Warner (1881-1955) als Vorbilder für Steven Spielbergs „Helden“ gedient haben. Doch so viel Spaß das Anschauen macht, diese Filme verbergen die hässlichen Realitäten der engen Verflechtung zwischen imperialem und kolonialem Krieg, Kapitalismus und Archäologie.

 

Im April dieses Jahres wird eine Sammlung von sechzehn Essays von mir und Guolong Lai herausgegeben ("Entlarvende Ideologie in der imperialen und kolonialen Archäologie: Wortschatz, Symbole, Vermächtnis"). Der Band wird nicht nur eine Diskussion über das Erbe archäologischer Entdecker an bekannteren Orten wie Karthago, Ägypten und Peru enthalten, sondern auch die Behauptungen der imperialen Mächte, archäologische Stätten in Australien, Nigeria, Sibirien und Uganda „entdeckt“ zu haben und den amerikanischen Südwesten oder das Welterbe vor Vernachlässigung oder Zerstörung unter indigener Herrschaft in China, Korea und Algerien „gerettet“ zu haben. Auch in Europa, wie unter dem Dritten Reich, waren diese Behauptungen zu oft Vorwände für die Ausweitung des politischen Einflusses und die Störung der Rechtsprechung von Zielländern und begehrten Gebieten. Es gibt einen Grund, warum Archäologen so oft den Ruf erlangten, Teil des Eroberungsprozesses zu sein, und die Einheimischen begannen, einige Archäologen wie den französischen Entdecker Victor Segalen (1878-1919) als "ausländische Teufel" zu bezeichnen, als sie intervenierten in archäologischen Stätten in China. Sie beschuldigten die kaiserlichen Ankömmlinge, das historische und kulturelle Erbe ihres Landes zerstört zu haben, und konnten sie in Ausnahmefällen auf jede erdenkliche Weise daran hindern, uralte Überreste zu untersuchen, zu zerstören oder auf andere Weise für Zwecke zu verwenden, die den örtlichen Interessen zuwiderlaufen.

Die Beiträge in diesem wichtigen Band zeigen, dass kaiserliche Armeen ebenso wie koloniale Autoritäten Landschaften plünderten, entstellten und auf andere Weise beanspruchten, die integrale Bestandteile der mündlichen Überlieferungen und Traditionen indigener Gemeinschaften waren. Im Falle Ägyptens nutzten sie auch die freie Handarbeit der lokalen Bevölkerung, um diese Ressourcen effektiv zu ihrem eigenen Vorteil zu extrahieren. Die Zerstörung archäologischer Stätten und die Entfernung ausgesuchter Artefakte aus ihren ursprünglichen Kontexten, um die Museen der Metropolen zu schmücken, sei es London, Berlin, Tokio, New York, Paris, Rom oder Liverpool, war allzu häufig das Verborgene ( oder nicht so versteckt) Preisschild sogenannter wissenschaftlicher archäologischer und ethnographischer Expeditionen. In eroberten Gebieten wie Algerien haben Offiziere und zivile Kolonisten Museen geschaffen, um wertvolle Artefakte in größerer Reichweite als Großstadtinstitutionen unterzubringen.

Ihre Ausstellungen richteten sich jedoch fast ausschließlich an die Siedler und nicht an die Ureinwohner. Die Erzählungen sollten den Neuankömmlingen das Gefühl vermitteln, zu ihrem neuen Land zu gehören und mit ihm verbunden zu sein. Dieser Aneignungsprozess führte häufig dazu, dass die tatsächliche Herkunft der fraglichen Artefakte häufig vergessen oder gelöscht wurde. Anstatt physische Überreste längst verlorener Zivilisationen vor der Zerstörung zu retten, waren diese einseitigen Erzählungen über die Entdeckung durch imperiale Agenten und Kolonisatoren ein wirksames Mittel, um Ansprüche auf Territorien geltend zu machen, beispielsweise durch die Behauptung einer direkten Abstammung von den antiken Gemeinschaften, die sie geschaffen hatten die monumentalen Stätten in Frage. Das Endergebnis imperialer und kolonialer archäologischer Aktivitäten war die Marginalisierung oder Auslöschung der lebendigen Erinnerungen, die die ansässige Bevölkerung mit den lokalen Überresten der Antike verbanden.

 

Solche missbräuchlichen Aktivitäten waren häufig dafür verantwortlich, dass die indigenen archäologischen Bemühungen in eroberungsbedrohten Regionen, ob Teile oder ehemalige Teile des Osmanischen Reiches, des China des frühen 20. Jahrhunderts oder Koreas unter japanischer Besatzung, in Gang gesetzt wurden. In nur seltenen Fällen wie im Iran war es den Einwohnern möglich, äußere Behauptungen über privilegiertes Wissen über die betreffenden Altertümer zu widerlegen und die imperiale Expansion einzuschränken.Die Pahlavi-Dynastie im Iran beispielsweise nutzte diese Rhetorik im Laufe des 20. Jahrhunderts effektiv. Im späten zwanzigsten Jahrhundert war der Trick jedoch so weit verbreitet, dass er effektiv dazu beitrug, den landesweiten Aufstand zu katalysieren, der 1979 zur Islamischen Revolution führte.

 

Der Band behauptet, dass es für Praktiker in den Disziplinen Anthropologie, Archäologie, Kunstgeschichte und Geschichte von Vorteil ist, die Ursprünge der Grundprinzipien, -praktiken, -methoden und -sammlungen, die in ihren heutigen Bereichen verwendet werden, kritisch zu hinterfragen. Es ist unerlässlich, ein tieferes Verständnis für das Erbe des imperialen und kolonialen Kontexts zu entwickeln, in dem sich diese Disziplinen entwickelt haben. Die Kenntnis dieser Vergangenheit ist von wesentlicher Bedeutung, um künftige archäologische Unternehmungen voranzutreiben, insbesondere wenn indigene Bevölkerungsgruppen weiterhin eng mit den betreffenden Stätten verbunden sind und von deren Interpretation unmittelbar betroffen sind."

 

Das will ich jetzt erst einmal so stehen lassen. Als Nicht-Archäologe schließe ich mich allerdings dieser vorsichtigen Behauptungen an.

 

Alfre Delattre

Zum oben genannten Zitat des Professors gibt es auch ein interessantes Foto: Festival zur Feier des Märtyriums von Perpetua und Felicitas im Amphitheater von Karthago, 1903. Aus: Alfred Delattre's "Un pèlerinage aux ruines de Carthage et au Musée Lavigerie (1902). Jevain, Lyon." (übersetzt: Eine Wallfahrt zu den Ruinen von Karthago und dem Lavigerie-Museum (1902). Jevain, Lyon.).

 

Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Amphitheater mindestens 7-10 Meter unter der Erdoberfläche lag. Findet hier das ewige Thema der sogenannten "Kulturschichten" wieder einmal ihren Ausgang? Oder gab es Kataklysmen, wie vermutlich in Ägypten, die man in diesem Zusammenhang lieber unerwähnt lassen möchte?

 

moumni_photo

(Link Bildquelle)

 

Bevor es an die "offiziellen" Ausgrabungen gingen, wurde seitens der Bevölkerung mit oder ohne Auftrag kräftig geplündert und beiseite geschafft. Dr. Ridha Moumni, Institut de Recherche sur le Magreb Contemporain, schreibt dazu (Quelle):

 

"In Tunis wurden im 18. bis 19. Jahrhundert die ersten Antiquitätensammlungen eingerichtet. Europäische Konsuln, ausländische Gelehrte und internationale Händler erwarben die meisten der archäologischen Überreste, die dann in der antiken Stadt Karthago erhältlich waren. Ob aus dem persönlichen Geschmack, aus kommerziellen Erwägungen oder aus dem Wunsch nach kultureller Differenzierung heraus, sie bereicherten die Sammlungen der wichtigsten europäischen Museen. Diese Sammelpraxis beschränkte sich nicht nur auf Ausländer, sondern betraf auch die lokale herrschende Klasse. Die Minister und der Bey selbst bildeten reiche Sammlungen, von denen die berühmteste zu den wichtigsten tunesischen Familien des 19. Jahrhunderts gehörte. Als Ergebnis anhaltender Bemühungen waren diese Sammlungen über das Land hinaus bekannt und garantierten den Ruhm ihrer Besitzer auf transnationaler Ebene, wie bei der Weltausstellung 1855 und 1873. Die tunesische herrschende Klasse wurde sich schnell der Bedeutung ihres kulturellen Erbes bewusst, das früher ignoriert wurde und vor der französischen Kolonisation 1881 zu einem wichtigen Bezugspunkt der nationalen Identität wurde."

 

Nachstehend die nachträglich angefertigten Pläne der "wahrheitsbemühten" Archäologen des mittleren 20. Jhd. zu den Antoninus Pius Thermen:

 

Plan_thermes_d-antonin

 

Plan: Public Domain Lizenz ohne Angabe der Herkunft (Grundriss der Thermen mit französischer Beschriftung)

 

 

Turner_Dido_Building_CarthageÖlgemälde von 1815; Dido Building Carthage aka The Rise of the Carthaginian Empire von J. M. W. Turner; Wikimedia Commons; Link

 

Aber war es wirklich so? Handelte es sich um schlichte Thermen bzw. ein großes Wellness-Center oder gar um eine Tempelanlage bzw. etwas völlig anderes?

 

Als man noch nichts wusste bzw. bevor man "glaubte zu wissen", klassifizierte man die Gegenden um Karthago in 5 "Trümmer"-Kategorien: Oberirdisch, unterirdisch, von geringer oder einiger Bedeutung bzw. über oder unter dem Wasserspiegel. Man darf hier vorsichtig annehmen, dass eine ganzheitliche Betrachtung 1919 noch nicht das große Interesse weckte – ich vermute eher eine Beschränkung auf die vergrabenen Wertsachen, auf die man sich konzentrieren wollte.

 

Quelle Plan: Wikipedia Commons; Excerpts from Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft Band X, 2 - 1919; Raimund Oehler (1852-1935)

 

1920px-Pauly-Wissowa_X,2,_2197_b

 

Mythen, Legenden oder auch ein Quentchen Wahrheit?

Was wissen wir über die Anfänge der Stadt? Jede Menge - oder glauben es zumindest, denn die punischen Kriege werden bzw. wurden ja im Geschichtsunterricht rauf und runter gebetet und wir wissen ja auch, dass Römer nach ihrem dritten Anlauf dort alles platt gemacht hat. Über Wikiwand lesen wir etwas über die Anfänge (Vorläufer): "Die Stadt entwickelte sich von einer phönizischen Kolonie zur Hauptstadt eines punischen Imperiums, das im ersten Jahrtausend v. Chr. weite Teile des südwestlichen Mittelmeers beherrschte.…Die legendäre Königin Dido gilt als Gründerin der Stadt, obwohl ihre Historizität in Frage gestellt wurde. Nach Berichten von Timäus von Tauromenium kaufte sie von einem lokalen Stamm die Menge an Land, die mit einem Rindsleder bedeckt werden konnte. Sie schnitt die Haut in Streifen, legte ihren Anspruch dar und gründete ein Reich, das durch die Punischen Kriege die einzige existenzielle Bedrohung für Rom bis zum Erscheinen der Vandalen einige Jahrhunderte später werden sollte."

Zu diesem Thema gibt es reichlich Mythen, die ich kaum vertiefen kann/möchte. Allerdings klingt das Ganze nach einem erfolgreichen "Matriarchat" (?), dem sicherlich einige Neider gegenüberstanden. Ihr vermeintlicher Selbstmord und ihre angeblichen Motive wurden ja auch bisher von einigen angezweifelt. Es scheint jedenfalls, dass die Phönizier vermutlich einen ausgeprägteren Trend zu weiblichen Gottheiten erkennen ließen. Vielleicht einer der Gründe, auch mal eine Königin zuzulassen?

 

Man datiert die Anfänge auf rd. 800-850 vor Christus, immerhin "fanden Forscher des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), des Institute National du Patrimoine in Tunis sowie der Universität Tübinger unter anderem Rinderknochen" (Quelle/Link), was für die Forschung offenbar ein hinreichender Beleg ist, um das Alter einer bislang nicht vollständig ausgegrabenen Stadt zu bestimmen.

 

Nuremberg_chronicles_f_40v_2

Abb.: Holzschnitt mit Nürnberger Stadtansicht aus der Schedel’schen Weltchronik, Blatt 99v/100r; Wikimedia Commons; Link

 

Weniger römisch als vielmehr typisch mittelalterlich? Ich fand hier eine Darstellung von Karthago aus dem Jahre 1493 aus der Schedelschen Weltchronik, auch Nürnberger Chronik genannt. Da hier die übliche römische Ansicht nicht so leicht aus der Archtektur abzuleiten ist, oder bestenfalls nur sehr indirekt, wird diese Illustration als Phantasiedarstellung abgetan. Sich diese Seiten (> 500-700, je nach Sprache) einmal näher anzusehen, ist etwas kostspielig: Ein vollständiges Exemplar des Buches wurde 2010 für 850.000 Dollar versteigert. Möglicherweise nur ein Irrglauben der Nürnberger … vielleicht aber auch nicht?

 

Die Entwicklung der Stadt bzw. die Götterkultaktivitäten sollen ja nach Aussage der Römer himmelschreiend gewesen sein. So sprach man von Kinderopfern, die man Kathagern nachsagte. Das Ganze soll sich eben nicht auf Tiere oder Haare beschränkt haben, sondern auch auf Kriegsgefangene sowie Menschen aus der eigenen Bevölkerung. Darunter sollen eben auch Säuglingsopfer der Oberschicht gefallen sein, da sie den höchsten Wert gegenüber ihren aus meiner Sicht satanischen Gottheit Baal innehatten. Insbesondere bei der Belagerung der Stadt, als Wasser und Vorräte knapp wurden und in der Sommerhitze die Menschen keinen Ausweg wussten, hätten sie versucht, ihren blutrünstigen Gott durch derlei Opfer gnädig zu stimmen. Diodorus Siculus und Plutarch schwören u.a. auch darauf, dass es so gewesen sein soll. Der Haken daran: Es gibt dafür keinerlei Belege und alles deutet auf römische Propaganda hin.

 

Während Kindsmord und Kinderopfer bei Römern und Griechen gleichermaßen gängig waren, muss man hier bei der Betonung, die Kathager wären ein Volk der Gräuel, eher alarmiert sein. Ich empfehle hier die Analysten von Jeffrey Schwartz von der University of Pittsburgh, der als Anthropologe die Knochen aus 348 Urnen aus einem Kinderfriedhof der Stadt untersuchte. Kurzum: Es gab keinerlei Spuren von Gewalteinwirkung – dieser Friedhof ist eigens für "normale" Säuglinge eingerichtet worden (Quelle). Bislang zog man diesen Friedhof für Kinder (auch Tophet genannt) als Beweis dafür an, dass es sich hier um die Überreste der Opferungen handelte. Das wurde immerhin von einer wissenschaftlichen Seite deutlich in Frage gestellt. Meine Meinung dazu: Selbst wenn man hier zweifelsfrei Kindesopfer gefunden hätte, müsste man sich nachträglich fragen: Wer hat sie auf dem Gewissen? Sieger oder Besiegte.

 

Ausgrabungsort des "Tophet" im Jahre 1921. (Link Wikimedia Commons)

 

1280px-Tophet_Carthage1921

 

Römer als Tankbauer der Riesen-Zisternen?

 

Zisterne_Karthago_1875

Die noch vor knapp über 140 Jahren fotografierten Zisternen von Karthago geben einen relativ unversehrten Eindruck davon, wie diese Baukultur einst aussah … (Foto: unbekannter Künstler, Karthago, Antike Zisternen, ©Foto Kunstbibliothek, Staatl. Museen von Berlin, Foto von 1875, Link)

 

Erstaunlich und nicht recht ins Bild passen wollen die Zisternen von La Mâalga, die ein Fassungsvermögen von 50-60.000 Kubikmeter haben und die Karthago in ursprünglich nicht so recht bekannter Form "versorgten". Jede Zisterne besteht aus einem gewölbten Raum mit einer Länge von 102 m, einer Breite von 7,4 m und einer Höhe von 7 m (ohne Gewölbe). Der Komplex gleicht regelrecht Katakomben.

 

Die Zisternen von Karthago, aus: Le Tour Du Monde, Nouveau Journal des Voyages édition: 1893 publié sous la direction de M. Edouard Charton (Wikimedia Commons, Link)

 

1280px-Gravure_Maynard_citernes_CarthageDiese Bebauungen sollen aus dem ersten Jahrhundert stammen und haben ihren Zweck auch dann noch erfüllt, als die Römer später erst (!!) das entsprechende Aquädukt dazu bauten. Bis dahin jedoch hätten die Bewohner wohl kaum diese Behälter mit Regenwasser füllen können. Mit 51 Millionen Liter Fassungsvermögen ist es bis heute das größte bekannte Reservoir der Antike und niemand weiss, was die ersten Stadtbewohner wirklich damit angestellt haben. Es darf auch stark bezweifelt werden, dass die Römer diese selbst gebaut haben (meine Meinung).

 

Vor dem Hintergrund des Belagerungszustands durch die Römer äußerte sich Flaubert in seinem vielzitierten Roman "Salambo": "Hamilkar hatte sie (die Bevölkerung) rasch beruhigt, indem er erklärte, daß in den Zisternen Wasser für hundertdreiundzwanzig Tage vorhanden sei."

 

Zisternen

Aus "A History of Rome to the death of Cæsar"; Author: HOW, Walter Wybergh - and LEIGH (Henry Devenish)

London, Date of Publishing: 1896 (Quelle Flickr)

 

Offenbar war die Zisterne von Bordj Djedid für die Versorgung der gigantischen Badeanstalt Antoninus Pius zuständig: Sie besteht aus 18 parallelen tonnenförmigen Becken und fasste etwa 25–30 Mio. Liter (also etwas kleiner als die von La Mâalga). Ihr Baudatum ist nicht bekannt, allerdings sind Umbauten im Zusammenhang mit dem Bau der Antoniusthermen nachgewiesen. Die Zisterne befindet sich heute im Areal des Präsidentenpalasts und ist nicht öffentlich zugänglich. Während das spätere Aquädukt mit einer Gesamtlänge von 132 km durch Vandalen später zerstört und immer wieder repariert werden musste, blieben die beiden Zisternen an beiden Standorten halbwegs intakt. Wiederholt geflickt waren sie sogar noch bis ins 19. Jahrhundert in Betrieb.

 

 

Foto: Alte Postkarte des Frontzugangs der Zisternen (Wikimedia, Quelle); man erkennt, dass diese Röhren lange Zeit auch als Wohnräume genutzt wurden.

 

Citernes_La_Malga_Profburp

 

Nachstehend: Die Katakomben von La Mâalga; (Wikimedia, Link, Links)

 

Carthage_aqueducts_2

 

Réservoirs_de_La_Malga_5

 

Man räumt seitens der Wissenschaft ein, dass die Versorgung bzw. Logistik des Wassers mit den Reservoirs und der sog. Antoninus Pius Thermen noch nicht hinreichend erforscht ist.

 

Hier die Darstellung einer Zistern in einem punischen Haus von Karthago. Das Ganze sieht auch schon sehr fortschrittlich aus.

 

tunis carthage punic house cistern complete

Foto: damian entwistle, via flickr (Für das Original und die Quelle klick auf das Bild)

 

Möglicherweise ist es nicht entscheidend, ob des die Phönizier oder die Römer sind, die für diese Technik verantwortlich waren. Kritisch erscheint es hingegen, wenn hierfür jemand völlig anderes verantwortlich war – was mich nicht wundern würde. Vermutlich ist hier noch reichlich Forschungs- und Aufklärungsarbeit notwendig, um Licht in das Dunkel der überragenen Ingenieurskunst zu bringen.

 

 

 

 

zur Übersicht

Taq Kasra: Den Bogen überspannt

Ctesiphon,_Iraq,_1932_WIKI

Der größte freitragende Bogen der Geschichte

mehr Informationen

Kirche im "Loch des Fleckens"

Felsenkirche2_Idar-Oberstein_Spurensucher

Sie ist derzeit nicht zu betreten, aber die Felsenkirche in Idar-Oberstein wirft Fragen auf.

mehr Informationen

Selbst für Vegetarier: Mehr oder weniger appetitanregende Mineralien

Mineralien_Fleisch_Spurensucher1

Nein, das ist kein Schinken oder ein gefaketes Bild: Das ist ein sogenannter "Sarder" – eine Chalzedonvarietät … auch bekannt als Karneol.

mehr Informationen

Weniger bekannte Reste von Karthago

Zisterne_Karthago_1875Die noch vor knapp über 140 Jahren fotografierten Zisternen von Karthago geben einen relativ unversehrten Eindruck davon, wie diese Baukultur einst aussah …

mehr Informationen

Schnellversteinerung: Vogelnest mit Eiern

Gesintertes_Vogelnest_SpurensucherBlitzschnell versteinert. Geht so etwas? Offensichtlich schon, doch nicht immer auf die gleiche Weise …

mehr Informationen

Bacharach: Schienen im Schiefer

Bacharach-Cartruts-Spurensucher13Man fährt achtlos dran vorbei, keine Hinweisschilder, keine Parkmöglichkeit … Wieso auch, sind ja nur einfache Schienen im Felsen!

mehr Informationen

Teufelsbank, Teufelsmauer und Cartruts

Cart-Ruts-5Letzte Etappe auf dem historischen Rundweg von Leistadt: Teufelsbank, Teufelsmauer und Cartruts …

mehr Informationen

Vom Kanapee zum Aufstieg

Kanapee2Dritte Etappe auf dem historischen Rundweg von Leistadt: "Suppenschüssel" und "Kanapee" …

mehr Informationen

Alles andere als ein Mini-Steinbruch

Krumholzer-Stuhl5Weitere Etappe auf dem "historischen Rundweg von Leistadt": Der Krummholzer Stuhl …

mehr Informationen

Kuriositäten im Megalithenrevier

Portemonnaie1_LeistadtDer "historische Rundweg" um Leistadt in der Pfalz beginnt mit megalithischen Kuriositäten, die touristengerecht "etikettiert" wurden …

mehr Informationen

Die etwas andere Ostseeanomalie

Ostseeanomalie1Zwischen Klaipeda und Palanga in Litauen wurde ein seltsames Artefakt an den Strand gespült …

mehr Informationen

Die Riesen der Chocolate Hills

chocolate-hillsFoto: Slava Myronov (Quelle: Flickr)

Die Schokoladenhügel auf der philippinischen Insel Bohol sind fast perfekt halbkugel- oder kegelförmig geformt. Davon soll es auf einem Gebiet von 50 Quadratkilometern mindestens 1.268 Stck. geben. Diese Hügelformen sind weltweit absolut einzigartig …

mehr Informationen

Versailles: Feuchter Traum ohne Toilettenspülung

apollo-god-1167754_1280

mehr Informationen

Rätsel um St. John's: In 86 Jahren sechs Mal abgebrannt

Stjohns_afterthefire1892

mehr Informationen

Tiefergelegt: Torbögen unter Stadtmuseum 

Freiberg_Mudflood13

mehr Informationen

Hambye: Abtei verwüstet, Burg beseitigt

Abteikirche-Hambye5

mehr Informationen

Einhörner: Ausgerottet und verniedlicht

Eenhoorn_in_De_Nieuwe_en_Onbekende_Weereld_p.126


"Am Rande Kanadas sieht man manchmal eine Art Tier, das an ein Pferd erinnert, mit geflochtenen Füßen, Zottelmaul, einem Horn auf der Stirn, einem Schwanz wie ein Wildschwein, schwarzen Augen und einem Hirschhals. …" 

mehr Informationen

Tragischer Absturz: Der Felsen von Tandil

Tandil_Akrobat


Der Movediza Felsen ist ein riesiger Monolith mit einem Gewicht von mehr als 300 Tonnen, der sich vermutlich Jahrtausende, wenn nicht sogar Jahrmillionen am Rande einer Felskuppe befand und langsam bei heftigen Windböen geschwankt haben soll. Sein Absturz liegt erst knapp 100 Jahre zurück. Man hat bis heute keine Erklärung dafür …

mehr Informationen

Welttheater: Nordamerikanische Städte des 16. Jahrhunderts

Lago de Conibas


Seltsame Orte und Städte in Nordamerika des 16. Jahrhunderts auf alten Landkarten weckten mein Interesse, sich mit dem Material etwas näher auseinander zu setzen.

mehr Informationen

Kompassmagnet Ketzerstein: Megalithen im Westerwald

 Ketzerstein4


Dort, wo die Kompassnadel bei jeder Körperdrehung nach Norden zeigt, fühlt man sich schon mal von allen guten Geistern verlassen. Am Ketzerstein bei Liebenscheid-Weißenberg ist das der Fall …

mehr Informationen

Die Zeit der Mondlichttürme

 

Mondlicht-Straßenlaterne_19.JhdWenn man bedenkt, dass Thomas Alva Edison erst 1879 eine Kohlenfadenlampe entwickelte und daraufhin nach allgemeiner Geschichtsschreibung Glühbirnen erfand, ist man überrascht, wenn man sich die Episode der Mondlicht-Türme anschaut.

mehr Informationen

Earl's Court Tower: Märchenturm oder Wasserspender?

Narragansett_Earles-CourtAuf Rhode Island in Neuengland wurden just in den späten 1880er Jahren Cottages gebaut, als der Ort Narragansett gerade als Sommerort für unvergessliche Sommerferien bekannt wurde. Diese Sommerhäuser wurden um ein parkähnliches Anwesen herum angeordnet, das als Kentara Green in Erinnerung blieb.

mehr Informationen

Bologna: Wolkenkratzer-Skyline im Mittelalter

Bologna_MiddleageHochhäuser haben offenbar eine weitaus ältere Tradition, als angenommen. Interessiert man sich für den Allgemeinbegriff "Hochhäuser", führt uns sogar "Sheeplepedia" zu den zahlreichen hohen Türmen, die das Bologna des 12. Jahrhunderts ausmachten.

mehr Informationen

Die Teufelsrutsche von Utah

Image from page 119 of  

Mit dürren Worten versucht die Wissenschaft, uns diese Felsanomalie zu erklären. Diese ungewöhnliche geologische (oder gegebenenfalls menschengemachte) Formation befindet sich …

mehr Informationen

Noch nicht wachgeküsst: Granit-Frosch von New Boston

Frog_Rock_NewBostonDen sogenannten 'Frog Rock' gibt es wirklich: Es handelt sich um einen großen Granitfelsen in New Hampshire (USA), südwestlich von New Boston … und er sieht genauso aus, wie auf der alten Postkarte.

mehr Informationen

Vermisst! Wenn Inseln einfach verschwinden … 

pexels-photo-390508Wenn ich lese, dass die japanische Küstenwache seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer verschwundenen Insel ist, kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

mehr Informationen

Toter Widder als Ordens-Logo: Das Goldene Vlies 

Medea-fleece-dt_HeaderIch muss zugeben, dass ich bislang von dieser Verbindung wenig bis nichts wusste: Dem Goldenen Vlies. Es handelt sich um einen Orden, der als Auszeichnung auf die Anfänge des 15. Jahrhunderts zurück geht und in unspezifischer Weise die "Verdienste von Rittern" würdigte.

mehr Informationen

Megalithen als echte Stütze: Carn Brea Castle

Carn_Brea_Castle_-_Cornwall,_England_-_10_March_2010Die Wissenschaft verwendet einen mir bislang unbekannten Begriff für Besonderheiten, die sich nicht erklären lassen (oder die sie nicht erklären will): "Folly" – (wörtlich übersetzt: Narretei/Spleen/Verrücktheit). Darum schreibt Wikipedia auch über Carn Brea Castle, die Burg sei eine "kleine, steinerne Folly".

mehr Informationen

Weitere Sollbruchstellen in Rocheville

Rocheville_Okt_2018_1Alles andere als natürlich erschienen mir die Eindrücke der Anlage bei meinem zweiten Besuch in der Felsenstadt Rocheville. Meine Vorurteile erhärten sich und stehen im Einklang mit den ortsansässigen Mythen. Die Bildersammlung meines ersten Besuchs konnte ich im zweiten Anlauf weiter vervollständigen.

mehr Informationen

Der Pfeil von Lanzarote

mehr Informationen

Maß genommen: Weitere Riesenabdrücke aus Maryland

Maryland_BF_2018_2

mehr Informationen

Mapinguaris – Sichtungen kugelsicherer Riesenfaultiere

Crystal+Palace+Megatherium_web

Sie gelten als nachtaktiv und sind selbstverständlich schon seit 10.000 Jahren ausgestorben. Dennoch machen Sichtungen am Amazonas die Runde, dass solche Wesen – ganz dem Mythos der Cario-Indianer zufolge – noch existieren. Was ist dran?

mehr Informationen

Wo ist das Riesenskelett von Machnow?

42643222_1118726598252473_3861472995524476928_n

mehr Informationen

Flöten-Obelisk gibt Rätsel auf

Obelisk_Hardinvast6

mehr Informationen

Donuts im Felsen

Mauzenstein_21
Bei Bad Herrenalb-Bernbach liegt ein auffälliger Felsen, der von einigen Wissenschaftlern als vorchristliche Kultstätte eingestuft wird. Auch wenn sich diese Annahme nicht belegen lässt, sind seine Anomalien unübersehbar.

mehr Informationen

Riesenabdrücke im Ain Dara Tempel verschwunden?

1280px-SYRIE_293Luftangriffe der türkischen Streitkräfte hatten im Januar dem 3.000 Jahre alten Tempel von Ain Dara in Syrien mit seinen mysteriösen und massiven Fußspuren stark zugesetzt bzw. ihn nach Aussagen der Mainstream-Medien vermutlich zerstört … 

mehr Informationen

SAURIER? DER LINDWURM VOM KAPELLENBERG

Wurmlinger_Kapelle8Wer kennt nicht den beherzten Erzengel Michael in seiner Funktion als Drachentöter, der in römisch-katholischer Kulisse illustrativ und gleichsam voller Symbolik den Helden spielt? In Wurmlingen stieß ich auf ein saurierähnliches Bildnis, das mit der Überlieferung des Ortes eng verknüpft ist.

mehr Informationen

GIZEH-PYRAMIDE: VON OBEN ACHTSEITIG

Gizeh8stg

 

Zum ersten Mal fiel es 1940 dem britischen Air Force Piloten P. Groves auf, als er in seinem Flieger über das gewaltige Monument hinwegflog: Die Gizeh-Pyramide ist in Wirklichkeit achtseitig. Jedes Seitenteil der Pyramide zeigt bei spezifischer Lichteinwirkung eine …

mehr Informationen

Auf großem Fuß: Neue Spuren eines Bigfoot im Pazifischen Nordwesten?

BF_1Vermutlich in Oregon sind von einer Reiterin mehrere Spuren eines zweibeinigen Wesens aufgenommen worden. Im Vergleich zum Menschen lässt dies auf eine außerordentliche Erscheinung schließen.

mehr Informationen

Forscher räumen ein: Keine Verwandschaft von Hobbits mit Pygmäen
1280px-Homo_floresiensis_cave

 

"Moderne" Pygmäen, die in der Nähe des Fundortes des Homo Floresiensis ansässig sind, sollen gentechnisch nicht mit den kleinwüchsigen Hobbits verwandt sein.

mehr Informationen

Sonne weg: Blackout in Sibirien

Blackout_Sibirien_Spurensucher

 

Darüber liest man nix in der westlichen Presse: Am 20. Juli wurden Regionen in Sibirien tagsüber für mehrere Stunden in Dunkelheit getaucht …

mehr Informationen

Seit 1.600 Jahren rostfrei: Eisensäule in Indien

Iron_Pillar_at_Qutub_Complex,_New_Delhi
Sie gibt metallurgische Rätsel auf: Die eiserne Säule der Quwwat-ul-Islam-Moschee, die im Schatten der Siegelssäule Qutb Minar in Delhi (Indien) steht. Auch nach mindestens 1.600 Jahren zeigt sie kaum Ermüdungserscheinungen …

mehr Informationen

Der Pierre au Rey zeigt sein Gesicht

Pierre_au_Rey2018
Ein Jahr nach meinem letzten Besuch des Pierre au Rey in der Nähe von Cap La Hague konnte ich die Petroglyphe des Kopfprofils am Stativdolmen identifizieren.

mehr Informationen

Kamelfelsen auf Malle und noch einige andere …

rock-trail-formation-camel-jungle-park-836565-pxhere.com
Fernab vom Ballermann erschließt sich dem Wanderer eine interessante Karstlandschafts-Kulisse.

mehr Informationen

Schlüssellöcher von oben: Weltweit verbreitet

Saudi-Arabien

 

Nur 100 km östlich von Mekka geht es los: Auf einer etwas 20 km langen – fast schnurgeraden – Achse von Norden nach Süden findet man eine Anhäufung seltsamer geografischer Formationen, die sich wiederholen …

mehr Informationen

Hammer im Feld: Pilzstein im Trubachtal

Steinpilz8

mehr Informationen

Hoch gestapelt: Fundament Burg Pottenstein

Pottenstein_1

mehr Informationen

Monolith im Schwebezustand: Ishi-no-hoden

1150px-Ishi-no-hoden_,_石の宝殿_-_panoramio_(6)

mehr Informationen

Existenz von Riesenpilzen durch Wissenschaft bestätigt

theb3378

mehr Informationen

Als Lucy einfach vom Himmel fiel 

Lucy_Neandertal

mehr Informationen

Auftragen zwecklos: Der irische Zwergschuh

 

Feenschuh_Irland

mehr Informationen

Augenzwinkern: Die sinkende Burgruine von Ogrodzieniec

 

1280px-Ruined_castle

mehr Informationen

Under the dome? Der Petroglyphen-Bogen von Utah

RochesterPanel_01_2008

mehr Informationen

Symbolik: Pyramide mit eingebauten Invasions-Souvenirs

 

Bricquebec1

mehr Informationen

Hügel 122: Gruselige Gegend in Scheinidylle

 

MtStC11

mehr Informationen

Riesenschlange vor Militärhubschrauber

 

Remy Van Lierde's giant python photo

mehr Informationen

Perfekt gedrillt: Säulen im Hoysaleshwara-Tempel

A_sanctum_inside_the_Hoysaleshwara_temple_in_Halebidu

mehr Informationen

Dolmen mit Alienkopf: Le Trépied 

Le_Trépied(1)

mehr Informationen

Megalithanlage Nonnenfelsen: Entstehung ungewiss  

Nonnenfels2

mehr Informationen

Wer steckt hinter den Yoshimi-Löchern?

22366566_798626553642660_2934111819886311138_n

mehr Informationen

Immer wenn's den Rahmen sprengt

 

Robert_Wadlow_postcard

Das ist oder besser war Robert Pershing Wadlow im Alter von ungefähr 20 Jahren. Als diese Aufnahme gemacht wurde, gab´s noch kein Photoshop und manuell retuschiert wurde hier auch nichts. Robert passte trotzdem nicht in den Aufzug …

mehr Informationen

Düstere Symbolik: Die Helm-Pyramiden

 

Pyramide der deutschen Helme (1)

Anlässlich einer Feier auf dem Victory Way vor dem Grand Central Terminal von New York wurde nach dem Ausgang des ersten Weltkriegs eigens eine dunkle Pyramide errichtet, die mit 12.000 deutschen Pickelhauben "verkleidet" wurde. Offenbar hatte man sie extra am Ende des Krieges aus Lagern von Deutschland aus importiert.

mehr Informationen

Menhir mit Meerblick: Men-Er-Letionec

 

Men-Er-Letionec-web(1)

Der bretonische Volksmund nennt ihn auch "L'homme de bout ou encore le Chien assis" (also in etwa: Stehender Mann oder alternativ sitzender Hund). Der Menhir liegt in der Nähe der Landspitze von Kerpenhir am Rande des Golfs von Morbihan; im Prinzip nur wenige Meter davon entfernt. Man geht davon aus, dass dieser Menhir von immerhin etwa 3,40 Höhe der sichtbare Überrest eines alten Steinkreises sei.

mehr Informationen

Chemieunfall im Treppenhaus des Tempels?

 

Geschmolzene_Stufen

Es fällt einem nicht gleich ins Auge, da der Blick eher auf die prächtigen Wandornamente gerichtet ist, wenn man die Stufen zum Dach im Tempel von Dendera emporsteigt. Dann sieht man es aber doch, weil man automatisch den Blick senkt, um nicht bei nächster Gelegenheit zu stolpern. Dann schießt es einem durch den Kopf: Wieviele Menschen haben diese Schneise in den letzten zweieinhalb Tausend Jahren passiert, um diese Stufen so aussehen zu lassen …

mehr Informationen

Solartechnik in Ägypten schon vor über 100 Jahren

Shuman2

Frank Shuman, amerikanischer Erfinder mit ostdeutschen Wurzeln, baute 1912/1913 in Maadi (Ägypten), ca. 25 km südlich von Kairo, das erste Parabolrinnenkraftwerk. Shumans Anlage in Maadi nutzte die Parabolrinnen, um einen 60-70 PS-Motor zu versorgen, der 6.000 Gallonen Wasser pro Minute vom Nil zu benachbarten Baumwollfeldern gepumpt hat.

mehr Informationen

Fassadenkunststück der Nomaden? Mada'in Salih


Qasr_al_Farid
Mada'in Salih (übesetzt: Städte des Salih) liegt 400 km nordwestlich von Medina in Saudi Arabien. Früher einmal hieß die antike präislamische Stadt Hegra und wurde als Handelsmetropole der Nabatäer eingestuft. Von einer Handelsmetropole sieht man hier nicht viel - dafür erwarten Wüstenbesucher beeindruckende monumentale Fassaden im zerklüfteten Sandgestein.

mehr Informationen

Königssee: Petroglyphen am Parkplatzfelsen 

Petroglyphen_Königssee2

Der Königssee ist Publikumsmagnet für täglich Tausende von Besuchern im idyllischen Berchtesgadener Land. 99 % des Publikums passiert einen großen Felsen inmitten eines groß angelegten Parkplatzgeländes und achtet nicht auf die Inschriften.

mehr Informationen

Yonaguni: Pazifische Seeanomalie vor Japan

1280px-Yonaguni_Monument_DSC02814_(12737577254)

 

300 km vor der japanischen Küste gibt es ein Gebilde im Meer, das gegebenenfalls das Zeug zu einer Sensation hätte, wenn sich die Wissenschaftler wider Erwarten darüber einig wären, worum es sich dabei handelt. Leider sind sie es aber nicht und man kann sich getrost der einen oder anderen Seite anschließen: Ist es geologischen Ursprungs oder ein architektonisches Werk der Vorzeit?

mehr Informationen

Langfinger der Schoschonen: Riesige Handabdrücke im Felsen

Ancestral_Shoshone_Indian_petroglyphs_(~1000_to_~200_years_old)_(White_Mountain_Petroglyphs,_southwestern_Wyoming,_USA)_5_(22865206805)

Sie hinterlassen zwar tiefe Eindrücke, sind aber sicherlich nicht von Geisterhand entstanden: Die Petroglyphen der White Mountains in Wyoming gelten den Indianerstämmen der Utah, Schoschonen und Arapaho als heilig. Ganz nach üblicher Gepflogenheit nimmt man es mit der wissenschaftlichen Datierung nicht so genau und legt einen Zeitraum von 1.000 - 200 Jahren fest.

mehr Informationen

Some like it hot: Das Geheimnis "verglaster" Festungen und Ruinen


Mur_vitrifié_Ste-Suzanne_Web.jpgBefestigungswälle, die nicht mit herkömmlichem Mörtel errichtet wurden, gelten auf den ersten Blick als Rarität. Viele haben von solchen Phänomenen ohnehin noch nie etwas gehört. Das mittelalterliche Dörfchen Sainte-Suzanne, Mayenne in Frankreich aus dem 11. Jahrhundert, das auf einer felsigen Erhebung mit dreieckiger Grundfläche steht, ist bereits für diese Bauweise unter "Insidern" bekannt.

mehr Informationen

Regenbogengebirge aus der Graffiti-Sprühflasche: Zhangye Danxia

Montagne di Zhangye Danxia (Cina)


Die Bergregion von Zhangye Danxia in China ist eine farbenfrohe Augenweide, die ohne großartige kreative Klimmzüge in ein phantasievolles Ölgemälde umgedeutet werden kann. Das Gebiet ist für die ungewöhnlichen Farben der Felsen bekannt, die ausgesprochen steil herausragen und zum Teil mehrere hundert Meter hoch sind.

mehr Informationen

Pyramide als Fußabtreter für's Militär: Baka in Saujet-el-Arjan

800px-Photo-cuve-grande-excavation

Die Entdecker bezeichneten sie als 13. Pyramide, allerdings kann heute niemand mehr sagen, ob es überhaupt eine werden sollte: Die Rede ist von der Grabkammer der Baka-Pyramide, deren quadratische Grundfläche von 200 x 200 Metern bereits in den Jahren 1905 bis 1912 vom italienischen Archäologen Alessandro Barsanti näher unter die Lupe genommen wurde.

mehr Informationen

Bekommen die Türe nicht auf: Geheimnisvolle 7. Gewölbekammer bleibt geschlossen …

Tor_B_

Dass die Maharadschas von Travancore über Generationen fleißig Vermögen angehäuft hatten, steht wohl außer Frage. Geheimkammern des reich verschnörkelten Padmanabhaswamy Tempels mitten in Trivandrum, der Hauptstadt des südindischen Bundesstaats Kerala, wurden vom Obersten Gerichtshof Indiens (bestehend aus einem siebenköpfigen Richter-Komitee in Anwesenheit des Haupt-Treuhänder des Travencore Trusts) bereits 2011 geöffnet. Aber war das schon alles ...?

mehr Informationen

Tunguska-Wald: Doch nicht vom Meteoriten "flachgelegt"? Kratertheorie vom Tisch

Tunguska_Ereignis.jpg

An einem Sommermorgen im Jahre 1908 fand eine der größten Explosionen der russischen Geschichte statt. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse zur Kratertheorie als Absturzstelle eines vermeintlichen Himmelskörpers.

mehr Informationen

Wenn Wellen vereisen - Bizarres Schauspiel am Baikalsee

Die Sichtung ist zwar alles andere als mysteriös und schon ein paar Monate alt, trotzdem nach wie vor ein Hingucker. Vor allem ist es kein Einzelfall.

mehr Informationen

Aktuelle Ufo-Sichtung in der Türkei: False-Flag als Ablenkung?

Am Abend des 1. Advents wurde es im türkischen Luftraum recht lebhaft. Es handelte sich dabei nicht um wenige Einzelsichtungen, sondern um eine regelrechten Sichtungs-Hype zahlreicher Zeugen in Ballungszentren, über denen seltsame Lichter am Himmel beobachtet und aus individuellen Blickwinkeln heraus fotografiert und gefilmt wurden. 

mehr Informationen

Google Maps: Neue Meeresboden-Schnittmuster entdeckt

 

Vor den Küste Mexiko's und Venezuela's hat man erneut symmetrische Strukturen auf dem Meeresboden ausgemacht, die von üblichen geomorphologischen Verwerfungen und Erosionsspuren abweichen …

mehr Informationen

Mothman-Sichtung in Point Pleasant: Überraschung zum 50-jährigen Jubiläum?

Am Sonntagabend sah ein Mann, der auf der State Route 2 in der Gegend von Point Pleasant (West Virginia) unterwegs war, eine Gestalt, die sich von Baum zu Baum durch die Luft bewegte und dabei ungewöhnlich groß war.

mehr Informationen

Jahrtausendealtes Alu-Metallstück in Rumänien gefunden – Höhenflug für Ufologen?

 

Kann ein Aluminium-Artefakt, das Tausende von Jahren in der Erde lag, mit außerirdischen Intelligenzen in Zusammenhang gebracht werden? Ein erstaunlicher Fund, der bereits 1973 im kommunistischen Rumänien gemacht wurde, ist jetzt an die Öffentlichkeit gekommen.

mehr Informationen

Quadrocopter über Nazca „Lochstreifen“

Im Umkreis der alten Inka-Siedlung Tambo Colorado (ehemals Puka Tampu) / Peru befindet sich ein mysteriös durchlöchertes Landschaftsbild, das unter Regie von Brien Foerster mit einem Quadrocopter aus der Vogelperspektive erkundet wurde. 

mehr Informationen

Riesen-Perle unterm Bett hervorgeholt

  

Die gigantische Perle soll alleine von den Maßen her 5 x größer sein als der klassische Rekord. Ein philippinischer Fischer machte offenbar vor 10 Jahren den Fund seines Lebens und kam jetzt erst damit heraus ...

mehr Informationen

Mysteriöses Vogelsterben in Massachusetts 

Tierschützer aus Dorchester in Massachusetts sind von einem bizarren Vorfall sehr irritiert: Anwohner entdeckten in der Nachbarschaft 47 Vögel, die dort mehr oder weniger leblos am Boden lagen.

mehr Informationen

Frisch ausgegraben: 30 Tonnen-Meteorit in Argentinien

Der bisher zweitgrößte bekannte Meteorit nach Hoba wurde am 10. September in Argentinien gefunden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der neue noch namenlose Koloss knapp 30 t wiegt.

mehr Informationen

Bizarre Sichtung an Tankstelle: Wesen auf Autobahn gejagt

 

Ein peruanischer UFO-Forscher wartet derzeit mit einem unglaublichen Video auf, das nach seiner Auffassung ein "Alien" zeigt, das am Rande einer Tankstelle in Pachacamac (Peru) auftaucht und bei mehreren Zeugen für Aufmerksamkeit sorgt.

Die bemerkenswerte Aufnahme Ende des letzten letzten Monats zeigt eine Art Wesen, das sich links von einem nahe gelegenen Gebäude aus nähert und sich anschließend Richtung Tankstelle bewegt.

mehr Informationen

Augenwischerei: Ansichtssache Ländergrössen

553px-Greenland_(orthographic_projection).svg

Ist es nicht erstaunlich, dass auf Karten Länder oder Kontinente größer aussehen als andere? Dabei handelt es sich um eine optische Verzerrung, die der flämische Geograf und Kartograf Gerardus Mercator aus guter Absicht heraus herbeiführte …

mehr Informationen

Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir auf unserer Webseite Cookies. Mit dem Besuch und der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Datenschutzerklärung