© Spurensucher - 23. August 2016

Vermisst: Bogenjäger im Visier

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(Bildquelle: © geilfuss/Fotolia.com)

 

In seinem neuestes Buch „Missing 411 Hunters“ (http://www.canammissing.com/missing-411--hunters.html) geht David Paulides bei seinen Recherchen dem plötzlichen Verschwinden von Jägern in amerikanischen und kanadischen Wäldern bzw. Nationalparks nach.

Dabei wurden bereits folgende Ausschlusskriterien berücksichtigt: Typische Ursachen wie Selbstmord, Mord, Unfall, Verlaufen, Tierangriffe oder spontan auftretende Krankheiten. Auch diese Fälle erinnern an meinen letzten Beitrag in Zusammenhang mit Paulides und seinen vorangegangenen Recherchen (>> Spurensucher >> Verschwunden in Nationalparks).

Buchtitel-Missing-411-HuntersDie untersuchten offenen Fälle bei Jägern gehen mittlerweile ebenfalls in die Dutzende. Das ungewöhnliche Verschwinden dieser Leute konzentriert sich auf Nationalparks in Idaho, Montana, Washington, Maine, Oregon und Colorado.

Bereits 1909 soll es vorgekommen sein, dass innerhalb von nur einer Woche gleich drei Jäger im nördlichen Teil von Michigan vermisst wurden. In einem Interview mit Coast to Coast a.m. erläutert Paulides, dass es vor allem Bogenschützen trifft, die entweder gar nicht oder viel später unter oftmals bizarren Umständen tot aufgefunden werden.

 

Links: >> Das neue Buch von David Paulides mit dem Schwerpunkt vermisster Jäger in US-Wäldern und Nationalparks; anschließend das Originalinterview auf Coast-to-Coast

 

Bizarre Umstände die Regel? Der Fall Aaron Hedges 

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Bogenschützen auf der Jagd bilden offenbar einen neuen Schwerpunkt in der Vermissten-Statistik der bizarren Fälle. (Quelle: pixabay; fotolix, >>Link)


Ein aktueller Fall aus 2014 ist exemplarisch für das plötzliche Verschwinden von Bogenschützen, die lt. Paulides Statistik am häufigsten auf tragische Weise verschwinden:

Aaron Hedges, ein 38-jähiger erfahrener Bogenschütze aus Montana, wurde im September 2014 auf einer Elchjagd in den Crazy Mountains (Montana) für vermisst erklärt. 2015 fand man seine Jagdutensilien (Bogen, Jagdlizenz, Rucksack und seine orangefarbene Weste) 15 Meilen von der Stelle entfernt, wo man ihn zuletzt gesehen hatte. 

Sein Leichnam – sofern es sich überhaupt um seinen Leichnam handelt – wurde erst vor kurzem – Anfang August 2016 – an völlig anderer Stelle gefunden – ebenfalls weit entfernt von seinem Jagdrevier, in dem er sich ursprünglich befand. Die forensische Untersuchung steht noch aus. Wie gewohnt sprechen die Behörden in offizieller Tonart von Desorientierung und Unterkühlung. Im Falle dieses erfahrenen Jägers, der mit seiner Jagdgesellschaft seinerzeit auch im ständigen Funkkontakt stand, klingen diese Mutmaßungen eher einfältig bis lächerlich.

 

>> Nachricht der gefundenen Leiche

>> Weitere Nachricht dazu (Fund August - 2016) 


Paulides erörtert in seinem Interview, dass bereits zum Zeitpunkt des Verschwindens des Jägers Merkwürdigkeiten auftraten, die sich niemand erklären kann. Hedges galt ja nicht nur als hocherfahrener Jäger und Outdoorexperte, sondern stand sogar zu Anfang im regen Funkkontakt mit seinen beiden Freunden. Die ersten Fragen stellen sich bereits dadurch, dass er überhaupt von seinen Freunden getrennt wurde. Er gab per Funk zu, den Weg zurück zum Camp verloren zu haben, was unter diesen Umständen allen Beteiligten mehr als dubios vorkam, denn der verabredete Treffpunkt (Sunlight Lake) war Hedges ebenso vertraut wie die gesamte Gegend.

 

Wieder einmal trat nach der offiziellen Vermisstenerklärung und dem Herbeirufen von Hilfstrupps der Behörden ein ungewohnter Wetterwechsel ein und meterhohe Schneefälle erschwerten die Suche. Diese ging unter anderem deshalb auch erst nach 5 Tagen los (was die Chancen für ein unversehrtes Auffinden der vermissten Person unter solchen Wetterbedingungen massiv erschwert oder gar unmöglich macht).

 

 

7 Tage nach dem Einsatz der Suchtrupps fand man an einem Fundort ein Stiefelpaar und eine Tasche, die Hedges zweifelsfrei zuzuordnen waren. Erstaunlicherweise auch eine Feldflasche, die man in der Wildnis genauso wenig zurücklässt wie seine Stiefel.

Der Verantwortliche des Suchtrupps beschränkte die Suche auf einen Radius einer 1/4 Meile vom Fundort der Stiefel und der Flasche. Er glaubte nicht, dass es Hedges geschafft hätte, unter dieser Voraussetzung weiter zu kommen. Dennoch blieb das Ergebnis dieser Untersuchung negativ. Und das, obwohl Spurensucherteams und mehrere Suchkommandos das Terrain buchstäblich „pflügten“. Alleine der Bodensuchtrupp rekrutierte insgesamt 50 Personen – 20 unterschiedliche Hundesuchstaffeln waren zu dieser Zeit unterwegs. Infrarotkameras, die von Helikopterteams zum Einsatz kamen, blieben dabei ebenso erfolglos. Die Infrarotausrüstung soll angeblich sensibel genug gewesen sein, um auch bereits tote Körper, die noch wenige Tage Wärme ausstrahlen, aufzufinden. Besonders mysteriös war die Erkenntnis, dass von den abgelegten Gegenständen keinerlei Spuren im Schnee wegführten.

15 Meilen Luftlinie von Punkt zu Punkt in der Wildnis bedeuten in Wirklichkeit etwa das 2- bis 3-fache des Abstands – barfuss wäre diese Strecke (oder ein nennenswerter Teilabschnitt) wohl auch nicht unter günstigeren Vorzeichen zu bewältigen gewesen. 

 

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Suchhunde fanden Gegenstände des vermissten Bogenjägers, darunter auch die Feldflasche und die Stiefel; (Bild: Pixabay; MBurdich; >> Bildlink)


Paulides lässt sich wie gewohnt auch hier nicht zu voreiligen Schlüssen verleiten, äußert sich allerdings kritisch zur Verirrungstheorie und zum Aspekt der unüberbrückbaren Distanz ohne Stiefel. Die voneinander weit entfernten Fundorte von Aaron Hedges Gegenständen sowie sein zwei Jahre später gefundener Körpers (sofern es sich überhaupt um seinen handelt, was noch geklärt werden muss), lenken den Verdacht eher auf eine Entführung – zu welchem Zweck und durch wen auch immer.


Das Phänomen zurückgelassener Stiefel - häufig auch Socken - ist ein immer wiederkehrendes Muster unaufgeklärter bizarrer Vermissten- bzw. Todesfälle in Nationalparks. Paulides erinnert sich in seinem Interview an zahlreiche Fälle von Kindern, die auch Kleidungsstücke irgendwo zurückgelassen hatten, sich dieser aber - aufgrund ihres Alters - gar nicht selbständig hätten entledigen können. 


Am Fall von Hedges macht Paulides deutlich, dass selbst erfahrene Jäger, die auf Outdoor-Bedingungen konditioniert sind, in der Wildnis trotz Bewaffnung und bester Ausrüstung wenig Überlebenschancen haben.

 

Erstaunlich ist auch der jüngste Fundort der Leiche, der sich knapp 1/2 Meile von der Fundstelle des Bogens und des Rucksacks befunden haben soll (siehe Nachricht oben). Rätselhaft dabei ist, dass dieser Umkreis bereits 2015 eingehend untersucht wurde und man zu diesem Zeitpunkt nichts fand.

 

Im Jägerstand auf Augenhöhe: Predator lässt grüßen

 

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Auf einem solchen Jägerstand stand Jan Maccabee, als sie ihre Sichtung hatte. Bild: >> Pixabay 

 

Ein anderer Fall aus Paulides' Buch – eine Ausnahme mit glücklicherem Ausgang. Ohio, in der Nähe des großen Seengebietes, im Jahr 2010 – 4 Tage nach Beginn der Jagdsaison: Die Bogenjägerin Jan Maccabee, Ehefrau von Dr. Bruce Maccabee, eines anerkannten Wissenschaftlers und UFO-Experten (Autor des Buches „The FBI-CIA-UFO Connection: The Hidden UFO Activities of USA Intelligence Agencies“), kletterte gegen 17:30 Uhr auf ihren 5 Meter hohen Hochsitz in der Nähe ihres Hauses. 

Ihr Jagdgebiet bzw. Jägerstand befindet sich etwa eine Meile von einer Highschool entfernt – was für diesen Fall später noch von Bedeutung ist. Während ihrer Beobachtung und Wartezeit auf Wild begann sie nach ca. 40 Minuten, Fotos – vor allem Selfies – mit ihrem Blackberry zu schießen.

 

Plötzlich wurde es im Wald mucksmäuschenstill – sie simste daraufhin einer Freundin:
„Etwas stimmt nicht. Im Wald herrscht Todesstille. Kein Eichhörnchen, keine Vögel, keine Grillen. Ist komisch.“

 
Sie rechnete zunächst damit, dass ein Panther, ein Bär oder ein anderer Räuber die Bühne betreten würde.

Stattdessen glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen, als sie in den Bäumen ein Wesen sah, das fast durchsichtig und lediglich schemenhaft war (es erinnerte sie an bewegliche Frischhaltefolie oder eine Luftspiegelung über einer heißen Straße) und sich ihr gegenüber praktisch auf Augenhöhe bewegte. In dem Moment wusste sie nicht, was sie sagen oder denken sollte. Das Objekt sprang von einem zum anderen Baum. Während sie das Wesen beobachtete, hielt Jan den Blackberry weiter in der Hand. Der Abstand zueinander betrug ungefähr 5-7 Meter. Die Erscheinung befand sich etwa 8 Meter über dem Boden. 

 

Die Jägerin schoss unwillkürlich ein zweites Foto in die Richtung der „Unschärfe“ bzw. der Bewegung. Dieses 2. Foto, geschossen um 18:23 Uhr, wurde in einer ungewöhnlichen Auflösung/Datenmenge von 528 x 400 Px (43,2 KB) abgelegt. Die spätere Fotoauswertung ergab, dass keine der „visierten“ Bäume auf dem Bild zu erkennen waren (vgl. spätere nachgestellte Aufnahme in die gleiche Richtung direkt darunter).

 
Die Kamerahersteller haben für diesen Unterschied keine Erklärung. Auch nicht dafür, dass sowohl Auflösung als auch Datenmenge des „Predator“-Bildes so stark von den anderen abweicht. Die Auflösungen werden als Standardeinstellungen von der Kamera vorgegeben und es ist unmöglich, durch die automatischen Vorgaben das Bild auf diese willkürliche Zwischengröße zu bringen. Eine freie Einstellung von 528 x 400 px wäre absolut unmöglich gewesen. Gleiches gilt für die Anomalie der minimalen Datenmenge.

 

Hier ein Video mit den von ihr aufgenommenen Fotos; der Autor dieses Filmchens versucht allerdings, diese Begegnung ins Lächerliche zu ziehen …

 

 

Die "Haare" im Bild konnten nicht von Jan sein, da sie diese zu einem Pony nach hinten gebunden trug (die Haare waren unter ihrer Kappe). Man hat Haartests durchgeführt und festgestellt, dass trotz der ohnehin kaum passenden Umstände eine Übereinstimmung mit Jan's Haaren nicht diesen Effekt hätten herbeiführen können. 

 

Das Wesen entfernte sich, aber die Frau wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte und verharrte regungslos mit Pfeil und Bogen auf dem Hochsitz. Sie wartete dort noch weitere 90 Minuten und eilte anschließend so schnell sie konnte zurück zu ihrem Auto.

 

Als sie zuhause angekommen war, erhielt sie eine Facebook-Nachricht ihres Neffen von der 1 Meile entfernten Highschool, wo der Junge in einer Marschkapelle spielte. Er berichtete von einem unbekannten Flugobjekt über dem Feld der Highschool – ein helles weißes Licht – das dort ein paar Kreise drehte und dann zu einem kleinen Punkt zusammenschrumpfte. Dasselbe Objekt tauchte anschließend erneut auf. Das Ganze spielte sich zwischen 19:50 Uhr und 20:00 Uhr ab. Es gab mehrere Zeugen – worunter sich einige befanden, die sich an eine ähnliche Sichtung fast genau ein Jahr zuvor erinnerten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Langfinger der Schoschonen: Riesige Handabdrücke im Felsen

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Some like it hot: Das Geheimnis "verglaster" Festungen und Ruinen


Mur_vitrifié_Ste-Suzanne_Web.jpgBefestigungswälle, die nicht mit herkömmlichem Mörtel errichtet wurden, gelten auf den ersten Blick als Rarität. Viele haben von solchen Phänomenen ohnehin noch nie etwas gehört. Das mittelalterliche Dörfchen Sainte-Suzanne, Mayenne in Frankreich aus dem 11. Jahrhundert, das auf einer felsigen Erhebung mit dreieckiger Grundfläche steht, ist bereits für diese Bauweise unter "Insidern" bekannt.

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Regenbogengebirge aus der Graffiti-Sprühflasche: Zhangye Danxia

Montagne di Zhangye Danxia (Cina)


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Pyramide als Fußabtreter für's Militär: Baka in Saujet-el-Arjan

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An einem Sommermorgen im Jahre 1908 fand eine der größten Explosionen der russischen Geschichte statt. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse zur Kratertheorie als Absturzstelle eines vermeintlichen Himmelskörpers.

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