© Spurensucher - 20. Mai 2018
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Monolith im Schwebezustand: Ishi-no-hoden

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Der Megalith Ishi-no-Hoden; >> Link; Wikimedia; Panoramio Upload bot

  

Etwa 100 Kilometer vom Asuka Historical Park entfernt befindet sich in der Nähe der Stadt Takasago (Japan) ein Objekt an einem abschüssigen Gelände in einer Felsbucht. Es handelt sich dabei um einen 5,7 x 6,4 x 7,2 m großen Megalithen, der auf etwa 500-600 Tonnen geschätzt wird.  Man vermutet, dass der mit dem Namen Ishi no Hoden geführte Megalith ein Halbfertigerzeugnis ist, weil er vermutlich an der Stelle hergestellt und zurückgelassen wurde.

 


Ishi no Hoden a Mystery Object 1

 

Auf einer der beiden vertikalen Seiten steht ein wie herausgeschnittener Schenkel ab, der vermuten lässt, dass das Objekt nicht in einer Originalposition sondern auf der Seite liegt. In unmittelbarer Nähe des Megalithen befindet sich der Shinto-Tempel.

Kein Zufall, dass man den Tempel dort errichtet hatte, da der Megalith als heilig angesehen wird und die Menschen ihn seit der Antike verehren. Die offizielle Fassung besagt – wie sollte es anders sein – dass der Felsen als Grab gedacht war. Selbstverständlich gibt es dazu keinerlei Anhaltspunkte.

Unterhalb des Monolithen befindet sich ein großes Steinreservoir in Form eines Tabletts, das mit Wasser gefüllt ist. Nach den Aufzeichnungen des Tempels trocknet dieses Wasserreservoir niemals aus, auch nicht während längerer Dürreperioden. Wegen des Wassers ist die Basis des Megalith, der ihn mit dem Boden verbindet, nicht zu sehen, und es sieht so aus, als ob der Megalith in der Luft schwebt. Man nennt Ishi no Hoden deshalb auch "den abhebenden Stein".

 

Der Stadtrat von Takasago und das Geschichtslabor der Universität Otemae führten 2005-2006 Studien über den Megalith durch.

Auf den ersten Blick scheint die Oberfläche des Megalith handgefertigt zu sein, allerdings findet man keine Spuren von Spitzhacken oder anderen Instrumenten. Solche Spuren findet man nur unter dem Megalith, wo er auf einem größeren Felsblock befestigt ist. Geologen denken beim Ausbleiben solcher Spuren auch an Erosionen, aber Ishi no Hoden war mit Schutt bedeckt (von der Spitze des Berges) –höchstwahrscheinlich als Folge eines Erdbebens. Mit der Zeit wurde der Raum um den Megalith geräumt. Das Material des Ishi no Hoden besteht nach den vorliegenden Quellen nicht aus Granit, sondern aus Hyaloklastit (einem pyroklastischen, glasartigen Gestein), das nach wissenschaftlicher Lesart vor etwa 70 Millionen Jahren durch Vulkanausbrüche im Wasser entstanden ist. So etwas lässt mich reflexartig auf eine "Schmelzarbeit" mit Hochtechnologien tippen.

 

ishi-no-hoden-5-2

 

Der deutsche Arzt Philipp Franz von Siebold (1796-1866), der als Holländer verkleidet in das isolierte Japan einreiste, stellte später seine Zeichnung von Ishi-no-Hōden in Band 1 seiner Bücher "NIPPON" (1832) vor.

 

Ishi-no-Hoden-1

 

Wie so häufig fehlen sämtliche Bearbeitungsspuren im Felsgestein rund um den Megalith – weder von Maschinen noch von Werkzeugen. Der ganze Fels ist buchstäblich spurenlos. Der Mangel an Spuren von Spitzhacken und Meißeln auf dem Fels um Ishi no Hoden kann nur eines bedeuten - einfache Bearbeitungswerkzeuge wurden beim Schneiden des Felsens nicht verwendet. Wie hat man ihn also hergestellt?

 

Forscher sind währenddessen noch immer damit beschäftigt, nach Hohlräumen in ihm suchen, um die Grabtheorie aufrecht zu halten. Nach Angaben der Einheimischen wurden Sarkophage jedoch aus Monolithen hergestellt und nur für ihren Deckel. Ishi no Hoden hat ohnehin nichts mit einem Sarkophag gemeinsam - er ist viel zu groß.

Historiker haben keine weiteren Theorien auf Lager. Und dass, obwohl man getrost annehmen darf, dass Ishi no Hoden von einer technologisch entwickelten Zivilisation gebaut wurde. Alleine schon aufgrund der enormen Größe muss man zwangsläufig auf so etwas kommen. 

 

 

 

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