© Spurensucher - 07. Januar 2017

Anlegeplatz des Gottes Kutkhu

Kuthiny_Baty

 

Abbildung: Das optisch ausgefallene Kutkhiny Baty-Tal in der Kamtschatka >> Bildquelle: Wikimedia: Русский: Игорь Шпиленок

 

Ziemlich weit an der Spitze der Halbinsel Kamtschatka liegt ein einzigartiges Tal: Kutkhiny Baty – diese Hubschrauberansicht zeigt eine klaffende Wunde in der Landschaft. Die nach oben ragenden Klüfte werden in der Mythologie mit Booten (wahrscheinlich analog zur jeweiligen Kielform) assoziiert. Jedes "Boot" soll dabei etwa 16 Stockwerke hoch sein (oder ggf. hoch stehen? Who knows). Der Kurilensee ist ein nationales Naturschutzgebiet und gilt gleichzeitig als nationales Denkmal. Das Tal ist als UNESCO-Weltkulturerbe in der Vulkanliste Kamtschatkas aufgeführt.

 

Die Felsformationen wirken gegenüber der Landschaft mit ihrem leichtgewichtigen Bimsstein, der vulkanischen Ursprungs ist, farblich betrachtet äußerst kontrastreich. Bimsstein soll dadurch entstehen, dass unter hohem Druck stehendes Gestein heftig aus einem Vulkan ausgestoßen wird. Die ungewöhnliche Felsanordnung des Bimssteins soll durch die schnelle Abkühlung entstanden sein.

 

Die Eingeborenen haben aber auch eine Legende parat, die die Entstehung des Tals erklärt - sie glaubten, dass hier ein Lagerplatz für die Kanus eines Gottes gewesen sei. Kutkhu - der Herr und Schöpfer Kamtschatkas - lebte einige Zeit am Kurilensee und ging mit diesen Kanus zum Angeln auf den See und zum Meer. Bevor er Kamtschatka verließ, stellte Kutkhu seine Boote auf ("Baty"), und seitdem gilt dieser Ort unter den Einheimischen als heilig. Es gibt viele Geschichten zu diesem Thema und lokale Handwerker bieten hierzu Kutkhu-Figuren aus Holz, sowie Knochen an.

 

Wer dorthin reisen möchte: