© spurensucher - 31.05.2019
Diverse Quellen (s. Beitrag)

Abgehoben: Fliegende Rochen über Land

 

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Immer öfter stolpere ich über unerwartete Sichtungen fliegender Rochen in den USA und frage mich, ob diese Phänomene nicht sogar außerhalb des Landes der "unbegrenzten Möglichkeiten" vorkommen könnten. Zunächst möchte ich Euch aber von einigen dieser Fälle dort berichten. 

 

Im Buch "Phantome und Monster: Fremdartige Sichtungen" berichtet Lon Stickler von einem Fall aus Jordan, Minnesota. Der Zeuge fuhr nachts gegen 3:40 durch die Kleinstadt, als er bei Tempo 50 km/h ein weißes Stachelrochentier in etwa 1,50 Meter über dem Boden fliegen sah; knapp 2 Meter von seinem Auto entfernt. In der anonymen Zuschrift heisst es, die Bewegung glich einer Schwimmbewegung. Allerdings nicht in einer so hohen Geschwindigkeit, dass es sich der Zeuge nicht hätte genauer ansehen können. Er beschrieb die Farbe des Wesens als schmutziges Weiss, das ins Grau übergeht. Er äußerte sich jedoch selbstkritisch, dass diese Färbung auch durch das künstliche Scheinwerferlicht verfälscht sein konnte. Die Größe des Wesens: Etwa 1,50 Meter Breite, bis zu 1 Meter Länge. Zusätzlich bemerkte er eine Ausbuchtung auf der Unterseite des Bauchs, ziemlich genau in der Mitte. Er nahm an, dass diese Wölbung etwa 15 cm dick war. Einen Kopf konnte er nicht ausmachen, dafür konzentrierte er sich mehr auf die "Flügel". Er erklärte, dass er viele Arten von Wildtieren kennen würde, aber noch nie so etwas in der Luft gesehen hätte. Flußrochen waren ihm gut bekannt, denn der Zeuge hatte bereits früher viele Stunden damit zugebracht, sie zu beobachten. Also war ihm das Thema "Knorpelfische" nicht gänzlich fremd. Außerdem fiel ihm auf, dass das rochenähnliche Wesen zwar keine Federn hatte, aber so aussah, als trüge es eine dünne Fellschicht "wie ein kurzhaariger Hund".

 

Mir blieb besonders im Gedächtnis, dass der Zeuge bereits ausgiebig mit Flussrochen zu tun hatte. Handelte es sich bei seiner Sichtung nun um illusionäre Manifestation? Nachstehend die Abbildung eines Süßwasser-Stechrochens.

 

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Abbildung: Steven G. Johnson [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]; Bildlink

 

 

Hier der Ort der Sichtung: Jordan/Minnesota.

 


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"Es sah aus, als würde es schwimmen, aber es flog"

Im gleichen Buch wird auch von einem Fall aus Laredo, Texas, berichtet. Rund 1.400 Meilen weiter südlich vom oben beschriebenen Sichtungsort entfernt, beschreibt ein weiterer Zeuge ein ähnliches Phänomen. Wieder handelte es sich um einen Stachelrochen in ähnlicher Farbe. Auch dieser Autofahrer beschrieb es als grau-weiß. Es kam aus der Richtung eines Sees unweit eines Golfplatzes. Offenbar handelte es sich um den Lake Casa Blanca, einem seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bestehenden Stausee. Die Ähnlichkeit der Beschreibung macht mich schon ein wenig stutzig: Das Wesen wurde als 1 Meter breit eingeschätzt ("vermutlich etwas größer") und wurde vom Zeugen etwa 10 Sekunden lang beobachtet. Zitat: "Es sah aus, als würde es schwimmen, aber es flog". Eine Schwimmbewegung im Flugmodus ist wahrlich etwas "strange". Der Zeuge sah das Wesen um die Mittagszeit – es befand sich etwa 10 Meter vom Fahrzeug entfernt. Wohin es flog und warum er es nur 10 Sekunden trotz dieser hellen Tageszeit beobachten konnte, verrät er uns nicht.

 

Hier der Ort der Sichtung: Laredo/Texas.

 


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Wenn man sich auf die Suche macht, stellt man fest, dass das Phänomen fliegender Rochen auch von zahlreichen anderen Kryptoforschern untersucht bzw. recherchiert wurde. So schreibt die ehrenwerte Linda S. Godfrey in ihrem Buch "American Monsters: A History of Monster Lore, Legends, and Sightings in America", dass solche Sichtungen mindestens bis in die frühen 2000er zurückgehen. Sie spricht von einem Fall im Januar 2012, als auf einem Highway nahe Hebron, Kentucky, ein 60-70 cm breiter Rochen die Fahrbahn kreuzte und ebenfalls Schwimmbewegungen in der Luft vollzog. Zeuge war ein Teenager als Beifahrer in einem Fahrzeug.

 

Zwei Zeugen nahe des Ohio Rivers, vernahmen 2004 in den frühen Abendstunden ein ähnliches Wesen in derselben Farbe wie oben beschrieben. Interessanterweise äußern sie sich folgendermaßen: "Seine Silhouette spiegelte sich in der Windschutzscheibe und verschwand dann plötzlich auf der linken Seite. Es flog nicht außer Sichtweite, es war einfach weg. Das ging sehr schnell, aber da ich bildender Künstler bin, brannte es sich in meinem Gedächtnis ein" (Sinngemäßes Zitat des Zeugen). Allerdings fiel dieses Flugexemplar weitaus breiter aus, denn es maß offenbar die Größe des Fahrzeugs der beiden Reisenden. Die Spannweite soll sogar der Breite der Straße entsprochen haben. Zudem wird behauptet, dass es fast durchsichtig gewesen sei. Besondere Körpermerkmale wie Gesichtszüge, Kopf oder Gliedmaßen konnten bei dieser Sichtung auch nicht ausgemacht werden. Alle Merkmale deuteten auf einen Rochen, womöglich einen Manta. Die Zeugen waren sich völlig sicher, dass es sich nicht um einen Vogel handelte.

 

War hier sogar ein fliegender Manta im Spiel? Die Maße zumindest würden der Beschreibung entsprechen.

 

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Bild von Elias Sch. auf Pixabay

 

Während sich die anderen Augenzeugen weder zum Auftauchen noch zum Verschwinden dieser Flugwesen äußerten, ist die Ohio-Sichtung insofern bemerkenswert, als dass das plötzliche Verschwinden wie auch die Transparenz der beschriebenen Kreatur eher an ein paranormales Ereignis erinnert. Möglicherweise lässt sich dieses Phänomen auch auf die anderen Fälle übertragen.

 

Wir wissen ja, dass Teufelsrochen von ihrer Physiognomie her in der Lage sind, sekundenlang bis zu 2 Meter über der Meeresoberfläche "abzuheben". Aber an Land? Das wird dann auch den hartgesottensten Kryptoforschern zu viel. Warum selbst die Teufelsrochen überhaupt aus ihrem Element springen, ist übrigens auch noch nicht endgültig geklärt. 

 

 

In jüngerer Zeit gab es auch Sichtungen in Spanien. Das Portal "Cryptozoology News" berichtete darüber, dass ein älterer Spanier bei Almeria (zwischen Alicante und Malaga) ebenfalls einen fliegenden Rochen beobachten konnte. Die Sichtung soll nur 5 Sekunden gedauert haben: Es flog im Juni gegen Mitternacht über die Straße und zwar gradlinig etwa 5 Meter über dem Boden. Auch die Länge dieses Flugwesens soll etwa 2,50 - 3,00 Meter betragen haben.

Der 68-jährige Mann, der seinen vollständigen Namen angab, aber darum bat, anonym zu bleiben, teilte "Cryptozoology News" mit, dass er am 27. Juni (vermutlich 2018) um 00:00 Uhr nach Hause fuhr, als das Ereignis stattfand.

Er bezeichnete das Wesen als schwarz und ergänzte: "Die Flügel waren so lang wie der Körper und verliefen vom Hals bis zum Ende und waren verjüngt. Es war irgendwie wie Fledermausflügel, aber mehr Mantarochen im Stil des Flatterns". (>> Quelle) Neben den schmalen "Flügeln" konnte er keine weiteren Extremitäten ausmachen.

 


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Wie eine Fledermaus am Scheunentor

Provo ist ein kleines Städtchen in Utah (USA), südlich von Salt Lake City. Danny B. Stewart, der auch Mysterytouren anbietet (>> Quelle), berichtet von Sichtungen und Zeugenaussagen aus der Gegend, die zum Teil 11 Jahre zurückliegen. In seinem Artikel "The Giant Flying Manta-Ray of Provo Utah" (>> Quelle) berichtet er von einer Zeugin, die behauptet, sie hätte damals nach 22 Uhr einen "gigantischen schwarzen Mantarochen" am Himmel über Provo fliegen sehen. Zitat: "Dieses Ding war ca. 130 Meter in der Luft, kam aus dem Südosten und flog nordwestlich. Es hatte eine Spannweite von 4,50 Meter und sein Körper und Schwanz waren wahrscheinlich 8 Meter lang. Er flog direkt über dem Provo City Center Tempel und verschwand schließlich am Nachthimmel."

Bei einer seiner Touren erzählte ihm ein weiterer Zeuge beiläufig, dass er erst vor kurzem so etwas wie einen Manta-Rochen gesehen habe, der auf der Seite des alten Turms des Utah Valley Regional Medical Center kletterte. Er soll groß und schwarz gewesen sein und kletterte auf die Seite des Gebäudes, wie eine Fledermaus seitlich eines Scheunentores. Dann kletterte er auf die Spitze des Turms, löste sich und verschwand in die Nacht in nordwestlicher Richtung.

 


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Ob solche Sichtungen authentisch sind oder nicht, mag sich jeder selbst beantworten. Wenn sie denn bei klarem bzw. wachem Verstand erlebt wurden, müsste im Grund erst einmal geklärt werden, womit man sie denn verwechselt haben könnte: Drachen, Fluggeräte? Nichts davon scheint wirklich in den Kontext zu passen. Letzten Endes steht immer nur wieder die Glaubwürdigkeit im Vordergrund. Hörensagen ist selbstverständlich immer so eine Sache. Da sich aber die Ähnlichkeiten solcher Sichtungen häufen, kann man sie womöglich auch nicht als absurd beiseite schieben. Ich jedenfalls bleibe bei solchen interessanten Erlebnissen dran. Wie steht es mit Euch? Von Fata Morgana, Dimensionssprüngen oder gar Fehlern in der Matrix ist bei solchen Erzählungen wieder einmal alles drin. In diesem Zusammenhang verweise ich gerne auch nochmals auf meinen Beitrag Über Wesen, die sich in Luft auflösen: Besuchen uns Kryptide über Portale?

 

 

Bildnachweise

Compo Eyecatcher "Rochen über Land": © Spurensucher

Einzelmotive: Bilder von Johannes Plenio auf Pixabay und PIRO4D (>> Quelle)