© spurensucher - 08.11.2018

Sete Cidades: Schildkrötenfelsen im Brasilianischen Nationalpark

 

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Der auffällige Schildkrötenfelsen (Foto: Pablo Soares / Wikimedia Commons; >> Link) im Nationalpark Sete Cidades hat ganz besonders mein Interesse geweckt.

 

Nachstehend eine weitere Ansicht (Foto: Marcelo Bandeira da Silva / Wikimedia Commons; >> Link) des buckligen Felsens, der mich an Giant’s Causeway aus Nordirland erinnert. 

 

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Hier zum Vergleich die ebenso "zelluläre" bzw. ebenfalls an versteinerten Pflanzenfasern erinnernde Struktur von Giant's Causeway in Nordirland (By code poet on flickr. (https://www.flickr.com/photos/alphageek/20005235/) [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons)

 

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Detailansicht einer "Zelle" bei Giant's Causeway – diese ähnelt sehr stark der "Zellenstruktur" des Schildkrötenfelsens im brasilianischen Nationalpark; Foto: Daniel Bahn Petersen from Pexels (Wikimedia Common; >> Bildlink)

 

Nachstehend die Oberflächenstruktur des Schildkrötenfelsens in der Nahansicht; von Otávio Nogueira, Bildquelle mit Klick auf die Abbildung;

 

Parque Nacional de Sete Cidades - Piauí

 

 

Bitte beachtet auch meinen Beitrag zu den versteinerten Bäumen >> Link

 

Der brasilianische Nationalpark Sete Cidades, der auch "Seven Cities National Park" genannt wird, hat einige "geologische" Überraschungen zu bieten. Dort gibt es versteinerte Baumstämme und jede Menge Skulpturen, die die Phantasie der Besucher beflügeln und nach offizieller Darstellung sicherlich erosiven Ursprungs sind. Insgesamt 7 große Felsvorsprünge, die dort als äußerst markant gelten, werden mit den sogenannten Cidades (Städten) in Zusammenhang gebracht. Über eine 12 km lange Wanderung kann man sie dort wohl besichtigen. Ich zitiere aus den Beschreibungen der einzelnen Städte (ohne leider selbst bisher dagewesen zu sein):

 

Stadt 1

Becken der Wunder – Ein Gewässer, das auch dann weiter fließt, wenn andere in der Sommerhitze längst ausgetrocknet sind

Kanonensteine – Versteinerte prähistorische Bäume (s.u.)

Gia Rock – Felsen, der einem Frosch mit offenem Maul ähnelt + ein weiterer, der wie ein Markplatz aussehen soll + ein weiterer, der wie eine Schlange aussieht

 

Stadt 2

Triumphbogen – soll dem Arc de Triomphe in Paris ähneln

Aussichtspunkt Mirante/Gazebo – Auf 82 Metern Höhe hat man einen guten Blick auf den Park

Bibliothek – ein Ort, der aussieht, als wären dort Bücher und Papiere gestapelt worden

Felsen, die optisch so interpretiert werden können: Riesenfuß, Steinphallus, Alter Soldat, Amphitheater, Ölberg …

 

Stadt 3

Folgende Felsformationen sollen sich an diesem Punkt mit ausreichend Phantasie ableiten lassen: Drei weise Männer, der Stein-Kuss, Das Geheimnis der Taube, Gottesfinger, Felsen unserer Dame, Seepferdchen, Landkarte von Brasilien mit inneren Ländergrenzen, Teufelsfigur

 

Stadt 4

Hier soll sich auch eine Karte von Brasilien befinden, jedoch ohne innere Länderaufteilung. Eine Auskopplung des brasilianischen Staates Ceara soll ein gesonderter Felsen sein. Weiterhin gibt es dort die Grotte von Catirina (nach dem Heiler José Catirina benannt), einen Steinlöwen, Adlerkopf, die Darstellung zweier Brüder, zwei Edechsen uvm.

 

Stadt 5

Hier sollen Felsen mit Petroglyphen bzw. prähistorischen Malereien vorzufinden sein, die an Jagdrituale erinnern. Dazu gibt es den Stein des Kamels, den Stein eines Königs (mit Gewand und Krone) sowie ein Wachhaus.

 

Stadt 6

Hier befindet sich der Schildkrötenfelsen, der genauso gut einer Muschel ähnelt. Außerdem findet man dort einen Elefanten und einen Hund als Felsen

 

Stadt 7

Für den Zutritt dieses Geländes ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich. Angeblich ist hier die Fauna und Flora besonders schützenswert. Die dortigen Malereien – wie zum Beispiel in der Höhle des Schamanen, worüber sich auch ein chinesischer Drachen befinden soll – sollen besonders zahlreich vertreten sein.

 

Das Gesamtgebiet des Parks umfasst 62 Quadratkilometer, was in etwa einer Größe von 6.000 Fußballfeldern entspricht – außerdem ist er nur zur Hälfte für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch die dortige Pflanzen- und Tierwelt soll für spannende Überraschungen sorgen.

 

Die Gegend ist auf Forschungs- und Umweltbildungsaktivitäten ausgelegt, profitiert aber auch vom ökologischen Tourismus.

 

Parque Nacional de Sete Cidades - Piauí

 

Die Besucher nennen sie "Kanonensteine": Sie sehen aber wahrscheinlich nicht nur wie versteinerte Baumstämme aus, sondern sind es wohl auch. (Foto: Otávio Nogueira; Quelle: Klick auf das Bild) 

 

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Auch prähistorische Höhlenmalereien sind im Park ein beliebtes Thema (Foto By Claudio JJ [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons; >> Bildlink)

 

Darunter Foto: Claudio JJ / Wikimedia Commons; >> Bildlink

 

Parque_Nacional_de_Sete_Cidades_-_Piauí_-_Pinturas_rupestres

 

 

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Weitere interessante Felsformationen – möglicherweise "Der Kuss"? Foto: Marcelo Bandeira da Silva / Wikimedia Commons; >> Link

 

Nachstehendes Foto: By Claudio JJ / Wikimedia Commons; >> Link

 

Parque_Nacional_de_Sete_Cidades_-_Piauí_9

 

Nachstehende beide Abbildungen: Otávio Nogueira; Quelle auf Klick des Bildes

 

Parque Nacional de Sete Cidades - Piauí

 

 

Parque Nacional de Sete Cidades - Piauí

 

Hier noch ein weiterer interessanter Felsen im Nationalpark, der wie eine Brücke oder der Rücken einer Riesenechse aussieht.

Leider habe ich für die Veröffentlichung auf meiner Seite nicht das Nutzungsrecht, klickt auf den >> 1. Link, >> 2. Link

 

Eine offiziell freigegebene Ansicht davon möchte ich Euch aber doch nicht vorenthalten (Foto: By Artur Warchavchik / Wikimedia Commons; >> Bildlink):

 

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Ludwig Schwennhagen, ein Österreicher, der seinerzeit als Lehrer in Teresina gelandet war, besuchte die Gegend 1928. Er entwickelte die Theorie, dass Sete Cidades die Überreste einer vor 3.000 Jahren gegründeten phönizischen Stadt gewesen sei. 

 

In einem seiner Bücher aus den 1960er Jahren behauptet Erich von Däniken, dass Sete Cidades von Außerirdischen besucht wurde.

 

 

Und hier in Brasilien befindet sich der Nationalpark – er ist sicherlich eine Reise/Expedition wert:

 


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