© Spurensucher - 24. Februar 2017
Bilder: Wikimedia Commons u. alte Postkarten

Felsen auf der Kippe: Von Geisterhand ausbalanciert

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Offenbar trotzen sie jedem Sturm und jeder Wetteranomalie – auch gelegentliche Erdbeben scheinen sie nicht aus der Fassung zu bringen: Die Rede ist von ausbalancierten großen Felsen, die nach unseren subjektiven Maßstäben in einer vermeintlich prekären Situation vorzufinden sind, aber dennoch dauerhaft ihre Position halten. Und das seit unvorstellbar langer Zeit.

 

Dass uns gelegentlich solche großen Felsen begegnen, ist schon eine Sensation. Doch wirklich sensationell wird es erst, wenn man feststellt, dass solche ausbalancierten Felsen häufiger vorkommen, als wir es gewohnt sind. Hier eine kleine Sammlung der der für meine Begriffe eigenartigsten Vorkommen, die mich immer wieder in allergrößtes Staunen versetzen:

 

Ohne Hilfe ausbalanciert? Idol Rock (North Yorkshire, Nidderdale, England)

Die Wissenschaft geht davon aus, dass diese kuriose Felsanomalie des National Trust alleine durch Wind, Wetter und Erosion inmitten einer Moorlandschaft (Brimham Moor) nach über 300 Millionen Jahren zustande gekommen ist. Der 5 Meter hohe Idol Rock wird auf etwa 200 Tonnen Gewicht geschätzt und ist unter anderem auch als Druids Idol oder Druid's Writing Desk (Druidenschreibtisch) bekannt. Viele haben über lange Jahre gedacht, es würde sich dabei lediglich um eine Photoshop-Manipulation handeln. Man findet zahlreiche Filme darüber, wie Eltern sorglos ihre Kinder direkt unter dem "Schreibtisch" spielen und schlafen lassen (>> Link). In der Nidderdale Gegend gibt es noch weitere interessante Felsformationen, die Bezeichnungen wie Sphinx, Watchdog, Camle, Turtle und Dancing Bear tragen.

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Alte Lithografie Mitte des 19. Jahrhunderts; die Details sehen hier weniger "zufällig" als vielmehr arrangiert aus, insbesondere der Sockel.

 

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Lithografie im Eigentum des Bloggers

 

 

 

Balanced Rock-Figuren im Chiricahua National Monument

Skurrile Felsskulpturen findet man ebenfals im National Park in Arizona (USA), nahe der mexikanischen Grenze. An der Entstehung der ausgefallenen Formationen soll eine Serie gewaltiger Vulkanausbrüche vor 27 Millionen Jahre beteiligt gewesen sein. Plattentektonik und Erosion sind nach Meinung der Wissenschaft ausschlaggebend für diese Felsanomalien. Neben mehreren Balanced Rocks-Erscheinungen sind hier auch wie in Brimham interessante Figuren aus den benachbarten Felsen herauszulesen (Duck on a Rock, Camel Rock und Kissing Rocks). Der 50 Quadratkilometer große Park wurde 1924 gegründet.

 

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Nachstehend: Alte Postkarten (>> Quelle); links die Formation "Duck"

 

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Versteinerte Ente im Grand Canyon: >> Bildquelle

 

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Ebenso eine "menschenähnliche" Formation (mehr oder weniger unbalanced) (>> Bildquelle):

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Koordinaten des Monument-Parks:

 

 

Nachstehend weitere Balanced-Stone Gesteinsformation, Fundort: Unbekannt (>> Bildquelle)

 

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Basaltsäule auf dem Sprung – Digby, Neuschottland (Nova Scotia) in Kanada

Die rund vier Meter hohe Basaltsäule liegt nur zur Hälfte auf einem Felsen auf und lässt sich seit ewigen Zeiten nicht aus der Ruhe bzw. der Balance bringen. Man muss dazu sagen, dass im Vordergrund (nicht auf dem Bild) bereits zahlreiche Basaltsäulen in der Horizontalen liegen, weil sie den Balanceakt nicht geschafft haben. Diese kamen direkt von der "Abbruch"wand. Der Abstand dieser stehenden Einzelsäule zur Wand ist jedoch beträchtlich und aus meiner Sicht nicht ohne weiteres geologisch zu begründen. 

 

DGJ_5601 - Balancing Rock

 

 

 

Balancierende Felsen im Garten der Götter – Colorado Springs, USA

In Colorado Springs, USA, gibt es einen öffentlichen Park am Stadtrand, der mit interessanten roten Sandsteinformationen aus angeblich 65 Millionen Jahren Entstehungsgeschichte auf sich aufmerksam macht. Im Eintrag der deutschen Wikipedia-Seite können wir fälschlicherweise nachlesen, dass diese Bezeichnung "Garden of Gods" nichts mit den Indianern zu tun hätten, da dieser Begriff eher aus einer Bierlaune heraus im 19. Jahrhundert entstanden sei. Das ist nur bedingt richtig, da sowohl Apachen, Cheyenne, Comanche, Kiowa, Lakota, Pawnee, Shoshone und Yuta-Indianer diesen Abschnitt seit ehedem mit Manitou in Verbindung brachten (>> Link). Archäologische Funde beweisen, dass Menschen den "Garden of Gods" bereits mindestens 1.330 vor Chr. aus rituellen Gründen aufgesucht haben. Speziell die Yuta-Indianer, deren Petroglyphen dort auch an manchen Stellen zu finden sind, haben dort stets eine spirituelle Verbindung zu Manitou hergestellt.

 

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Alte Poskarte aus den 50er Jahren >> (der balancierende Fels am Straßenrand) >> Quellenlink hinterlegt

 

Picture via PinsDaddy.co

 

Koordinaten des Garden of Gods

 

 

 

Krishna's Butter-Ball – Monolithische Granitkugel in Mahabalipuram, Tamil Nadu / Indien

Sie ist ungefähr mit ihren 6 Metern so breit wie hoch und wird seit etwa 50 Jahren Krishna's Butter-Ball genannt. Der Originalname des Kolosses von rund 250 Tonnen lautet "Vaanirai Kal" (Stein des Himmelsgottes). Was die Lage dieses Felsens auszeichnet, ist die wundersame Standfestigkeit auf der abschüssigen Seite eines Hügels. Im Gegensatz zu den oben genannten Beispielen ist dieser Felsen nicht mit der Beschaffenheit und Morphologie seiner Umgebung unmittelbar in Einklang zu bringen. Darum geht man auch nicht von einer natürlichen Formation aus. Der Gouverneur von Madras (Arthur Lawley, 6. Baron Wenlock) befand bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, dass der Felsen an dieser Stelle zu gefährlich sei und ohne weiteres den Hügel runterrutschen könnte. Selbst mit 7 Elefanten gab der Felsen jeoch keinen Millimeter nach, als man ihn wegziehen wollte. Man darf sich also fragen, wie der Stein dorthin gekommen ist. In Mahabalipuram denken die Einwohner eher an vorzeitliche weit entwickeltere Technologien als in unserer Neuzeit, um diesen Felsen dorthin zu bringen, wo er sich gerade befindet.

 

Krishna's Butter Ball – A Balancing Rock, Mahabalipuram, Tamil Nadu, June 2010

 

 

Der goldene Fels in Burma

Der mit Blattgoldplättchen (bis auf 2 Meter Höhe) besetzte und Ähnlichkeiten zum menschlichen Schädel aufweisende Granitfels liegt auf einem Berg in der Nähe des Städtchens Kyaikto im Mon-Staat. Neben seiner Funktion als Wallfahrtsort zieht der Felsen auch zahlreiche Touristen an. Der goldene Fels liegt auf einer 1.102 Meter hohen Bergkuppe und wird der Legende nach von nur zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten, damit er nicht herunterfällt. Den Felsen schmückt zudem eine Pagode, die 5,5 Meter lang ist und unter der sich das Haar befinden soll. Es grenzt an ein Wunder, dass dieser Felsen noch nicht die Talfahrt angetreten hat.

 

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Von Riesenhand in Szene gesetzt: Der Kummakivi in Finnland

Der Volksmund hat bei diesem sensationellen Fund bereits impliziert, dass der Stein nicht von diesem Ort ist. "Kummakavi" bedeutet nämlich übersetzt "fremder Stein". Er ist 7 Meter lang und ruht bereits Tausende von Jahren auf dieser abgerundeten Felskuppe, mitten in einem dichten finnischen Savonia-Wald (im westlichen Teil von Ruokolahti). Wie immer sind die Wissenschaftler fest davon überzeugt, dass das gute Stück bereits während der Eiszeit über Gletscher dorthin transportiert worden sei. Die Legende ist ungleich spannender: Man behauptet, Riesen und Menschen hätten sich in diesem Bereich um die Jagdgründe gestritten. Die Riesen hätten diesen Koloss irgendwann als eine Art Grenzstein an diese Stelle gesetzt, so dass Menschen diese nicht bewegen konnten.

 

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Aufgesetzt: Der Omak-Felsen am Omak-See

Im indianischen Reservat Colville (Staat Washington /USA) befindet sich dieser riesige Felsen auf einem dafür nur spärlich vorgesehenen 40 cm kleinen "Sockel". Wie üblich wird er als geologische Anomalität betrachtet (wie es auch über Wikipedia nachzulesen ist), doch auch hier hat man den Anschein, der Felsen wäre dort absichtlich positioniert worden. Das Volumen beträgt rund 16 Kubikmeter bei einem geschätzten Gewicht von 40 Tonnen, das etwa über einem halben Meter über dem Boden schwebt. Während Geologen annehmen, dass der Omak-Felsen durch das Erdbeben 1872 dorthin gelangte (was ich als sehr unwahrscheinlich erachte), glaubt Dr. R. M. de Jonge aus den Niederlanden (INSTITUTE OF MEGALITHIC RESEARCH), dass dieser Felsen nicht durch Zufall dorthin gelangte und verweist auf seine >> Studie. Sie sagt aus, dass Völker der Antike diesen Felsen dort platziert haben und ermittelt hierfür eine Zeit von etwa 1.900 v. Chr.

 

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Der Glockenstein von San Gens in Portugal

Der Celorico da Beira (zu Deutsch: Glockenstein) steht inmitten einer Nekropole, deren Felsgräber ringsum angeblich vom 1.-7. Jahrhundert nach Chr. in den Felsaufschluss geschnitten worden sein sollen. Auf die Idee, dass der Glockenstein genauso von Menschenhand aufgesetzt worden sein könnte wie die Felsgräber, ist offenbar noch niemand gekommen. Über den Granitstein auf der Kuppe selbst sind nur wenige Informationen zu finden. >> Link zur Ansicht dieses Steins

 

 

 

 

Abseits der geologischen Ursachen – abseits vom Zufall

 

Es stellt sich die Frage, wie – falls nicht geologische Ursachen die Gründe sind und der Zufall diese massiven Gegenstände "in die Waage" gebracht haben soll – solche kolossale Massen an so außergewöhnlichen Plätze gekommen sind. Unterhält man sich mit eingefleischten Megalithen-Forschern, fällt nur selten der Begriff "Zufall". Eher hat man es auf der anderen Seite mit vielen Spekulationen zu tun, die sicherlich nicht auf Anhieb bewiesen werden können. Gesetzt den Fall, es wäre Vorsatz im Spiel, müsste man sich die Frage stellen, wer, zu welchem Zweck und mit welchen Mitteln solche Monolithen in solche zum Teil schwebende Positionen gebracht haben.

St.Andreas_Rock.jpgReflexartig kam es mir in den Sinn, zu fragen, wie es funktionieren kann, dass solche balancierende Felsen nicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Man denke doch nur einfach an Erdbeben. Das Smithsonian Institute gibt sich in der Angelegenheit äußerst spekulativ, verkauft sich dabei aber dennoch hochwissenschaftlich.

Um herauszufinden, wie diese Felsen ihr Gleichgewicht behalten, analysierten die Forscher des Insitutes 36 Felsen in den Silverwood Lake- und Grass Valley- Gebieten von Kalifornien. Einige sind 10.000 Jahre alt  und jeder von ihnen ist praktisch ein Steinwurf (4 bis 6 Meilen) von den San Andreas und San Jacinto Gräben entfernt. Theoretisch sollten alle diese Felsen bei Erdbeben zu Boden gefallen sein - offensichtlich haben sie es aber nicht.

Die Wissenschaftler kommen lapidar zu dem Schluss, dass sich die Kräfte der beiden tektonischen Spalten bei einem Beben gegenseitig just an der Stelle beeinflusst oder zumindest abgeschwächt hätten, so dass es hier zu keiner Bruchlandung der "balanced rocks" gekommen wäre. Der Boden hätte an dieser Stelle jedenfalls deswegen nicht so stark gewackelt.

 

>> Bildquelle: Nick Hinze / Nevada Bureau of Mines & Geology >> Instituts-Link
>> Bildlink

 

Zitat aus einem Artikel des Smithsonian Magazines:

"Grant Ludwig und seine Kollegen verglichen die Anfälligkeit der im Gleichgewicht positionierten Felsen mit der erwarteten Bodenbeschleunigung in drei simulierten Erdbebenszenarien; erstellt vom US Geological Survey ShakeMap Programm: eine Stärke von 7,8 des südlichen San - Andreas - Grabens, eine Stärke von 7,4 des San Andreas Beben in der Nähe von San Bernardino, und die Stärke von 7,9 Fort Tejon im Jahre 1857."

Nach diesen Szenarien - und nationalen seismischen Gefahrenkarten für das Gebiet - sollten die 36 ausbalancinerten Felsblöcke eigentlich schon längst heruntergefallen sein. "Es war ein echtes wissenschaftliches Puzzle, ein echter Kopf-Kratzer", bekennt Grant Ludwig. "Wie können diese Felsen direkt neben dem San Andreas Graben aufrecht stehen bleiben? Es ist eine interessante wissenschaftliche Frage, aber es hat auch praktische Implikationen, denn wir wollen, dass unsere seismischen Gefahrenkarten so gut wie möglich sind. "

>> Quelle 1>> Quelle 2

Nach einem Jahrzehnt, in dem viele potenzielle Erklärungen untersucht wurden, schlossen die Forscher, dass nur eine vorher nicht gekannte Interaktion zwischen den San Jacinto- und San Andreas-Gräben eine Art von Bruchmuster hervorgebracht haben könnte, die die penibel gestapelten Gesteine ​​des Gebiets vor dem Sturz bewahrt hätten. Das soll dazu geführt haben, dass der Boden an den besagten Stellen der "Balanced Rocks" dann doch nicht so intensiv gewackelt hätte. Was immer genau mit dieser Spekulation gemeint sein soll.

Für mich bedeutet das jedenfalls: Die Wissenschaft hat wenig bis gar keine Ahnung, warum diese Kolosse nicht duch Erdbeben zu Falle gebracht werden können. Denn immerhin gibt es ja auch noch andere "Balanced Rocks" auf der Erde, die tektonischen Besonderheiten ausgesetzt sind – praktisch überall. Noch nirgendwo hat man davon gehört, dass es hier zum Umstürzen kam oder dass sich jemand damit gesondert wissenschaftlich auseinandergesetzt hätte.

 

Es gibt weitere Spekulationen über kosmische Energien, die über solche Monolithen genutzt und verstärkt werden sollen. Miroslav Provod spricht von statischer Elektrizität, die von Megalithen und Monolithen ausgehen soll. Speziell "Balanced Rocks" liegen seiner Meinung nach in Gegenden von erhöhter statischer Energie. Sie unterscheiden sich von Menhiren durch ihre runde und mehr oder weniger frei schwingende Form. Er glaubt, dass sich diese ausbalancierten Felsen deshalb überall befinden, weil über sie die Kommunikation übertragen oder verstärkt wurde. (Seiner Auffassung nach standen die Menschen der Antike stets miteinander in Verbindung).


Ein Menhir ist ein Fels in einer Region einer Energiequelle, um daraus spontan Energie zu gewinnen. Zu den Zeiten des Baues von Menhiren gab es nur natürliche Energiequellen kosmischer Energie auf der Erde - unterirdische Quellen, Bäche, Flüsse, große Bäche, Meeresströmungen, Gewitterwolken und andere. Der energetische Wert dieser Quellen war nicht stabil; Der Energiefluss war von der Veränderung der Strömung von Wasserströmen und den Veränderungen anderer Quellen abhängig. So war es nach Provods Auffassung zu Zeiten der Dürre nicht möglich, Menhire energetisch zu lokalisieren oder permanent mit einzubinden. Für den Energietransfer sei es notwendig, dass sich die Zonen der einzelnen Energiequellen gegenseitig kreuzen. Dies konnte bei Menhiren aufgrund der Instabilität ihrer Zonen nicht funktionieren.

Die Art und Weise, in der die Menschen in der Antike dieses Problem gelöst haben, verdient nach Provods Auffassung Bewunderung. Durch die schwingende Bewegung bauten sie innerhalb der Felsen eine Energiequelle auf, die die Veränderungen und Störungen der äußeren Quellen kompensierte - die innere Quelle operierte demnach als Stabilisierungselement. Die energetischen Teile der ausgeglichenen Felsen standen permanent stationär zur Verfügung und konnten für einen ununterbrochenen Energieaustausch genutzt werden.

Alle megalithischen Strukturen haben nach Provods Idee auf der Erde denselben Zweck: Sie sammeln kosmische Energien, die Menschen für eigene Zwecke verwenden konnten. Die Strukturen mussten sich dafür in einem energetischen Abschnitt der kosmischen Energie befinden.

Die regionalen Unterschiede der Formen der megalithischen Strukturen wurde gewöhnlich den lokalen Materialquellen und anderen Bedingungen zugeschrieben. In Amerika wurden überwiegend Hügel gebaut (Mounts, siehe >> Spurensucher-Artikel), die über gewaltige Erdbewegungen errichtet wurden. Fortgeschrittene Zivilisationen bauten Pyramiden, Zikkurate oder andere komplexe Strukturen. Darunter fallen Teotihuacán, San Lorenzo, Nazca Plain, Megalith-Steingläser in Laos.

Eine weitere Kategorie von megalithischen Strukturen sieht man auf den Osterinseln, Nan Madol, Simbabwe und auch an anderen Plätzen. Diese sicherten die Verbindung und vielleicht sogar die Intensivierung der Zonen über große Entfernungen. (>> Quelle Miroslav Provod).

In ein ähnliches Horn bläst auch Pierre Méreaux, ein französischer Forscher, der die Energieladungen von Dolmen und Menhire in der Bretagne untersuchte. Zu den Dolmen schrieb er: "Die Dolmen verhalten sich wie eine Spule oder ein Magnet, in welchem Ströme erzeugt werden, verursacht durch die Schwankungen vom umgebenden Magnetfeld, sanfter oder stärker. Aber diese Phänomene werden nicht produziert, wenn die Dolmen nicht reich an Quarz sind, wie das bei Granit der Fall ist.“

Es gibt auch Untersuchungen darüber, dass an Steinkreisen, Erdwällen, Menhiren oder Dolemen erhöhte Radioaktivität, magnetische Kraftfelder oder temporäre Ultraschallemissionen gemessen wurden (>> Quelle). Leider hat nach meiner Kenntnis eine solche Untersuchung noch nicht bei "Balanced Rocks" stattgefunden.

Gerade in den Fällen, bei denen eine geologische Herleitung der Position solcher Felskolosse nicht gerade auf der Hand liegt, dürfte sich eine solche Untersuchung vielleicht sogar lohnen und zu neuen Überraschungen führen.

 

Zum Abschluss noch ein Beispiel aus dem Matobo National Park in Simbabwe – Man nennt es den Mutter- und Kind-Felsen ("Mother and Child Rock"). Der Park gilt seit 2003 als Weltkulturerbe. Die Wissenschaft will uns weis machen, dass diese figürliche Anordnung alleine den Wetterbedingungen zuzuschreiben sei, die dem Granit über die Jahre zugesetzt habe.

 

>> Bildquelle

 

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