© Spurensucher - 17. Juni 2018

Der hohle Stein im Haßwald

 

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Reutersbrunn ist eine kleine auf den ersten Blick unbedeutend wirkende Dorfgemeinde in Unterfranken. Die Krimiautoren des Buchs "Schwarze Madonna" (von Xavier Maria Gwaltinger und Josef Rausch) schreiben darin, dass der Ort regelrecht "marienverseucht" sei. Tatsächlich findet man überall an Ortseingängen und an Höfen Kruzifixe in einer "Ausstellungsdichte", die mir in benachbarten Orten bei der Durchfahrt nicht so aufgefallen ist. Hätte ich dort ein wenig länger und intensiver nachgesehen, wären mir vielleicht auch die erwähnten Marienbildnisse aufgefallen.

 

 

Hinter einem der fünf Ortsausgänge gelangt man über einen Feldweg in den Wald. Dieser Feldweg ist mit einem dezent untouristischen Schild "Hohler Stein" ausgezeichnet, den man die ersten Meter auch getrost mit dem Auto folgen kann. Nach etwa 1,5 km befindet man sich dann bereits im Wald und erhält die letzte Möglichkeit, sein Auto links an die Seite zu stellen, um zu Fuß weiterzugehen. Ein Waldpfad windet sich steil bergauf, bis man (nicht jede Wegabzweigung gibt einem die Sicherheit, noch richtig zu sein) seitlich schon durch die Baumreihen einen riesigen Felsen sieht.

 

 

Riesenfels mit Höhlenzugang

 

Ob es sich dabei um einen Monolithen handelt, der in mehrere Teile zerborsten wurde oder schlicht um einen Felsen, den irgendwelche Moränen dort hin geschoben hatten, bleibt die große Frage. Nach näherer Untersuchung sollte man allerdings zu dem Schluss kommen, dass hier an allen Ecken und Enden mit menschlichen oder übermenschlichen Kräften "nachgearbeitet" wurde. Sicherlich standen für die zahlreichen Bearbeitungsspurgen einige Jahrtausende (oder gar zig Jahrtausende?) zur Verfügung. Der erste Eindruck ist jedenfalls auf Anhieb imposant.

 

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Der Felsen ist beeindruckend unter- bzw. ausgehöhlt worden – Der gemauerte Eingang wirkt dagegen auf groteske Weise ein wenig schäbig. In der Höhle selbst gewinnt man den Eindruck, als sei ursprünglich noch nicht so schnell "Schicht im Schacht" gewesen. Der hintere Teil wirkt "verschüttet. Nicht auszuschließen, dass in einer früheren Zeit der Gang bis in den dahinterliegenden Berg ging. Beweisen kann ich es selbstverständlich nicht.

 

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Überlieferungen zufolge soll die Höhle im Inneren des Felsens tatsächlich einmal "um einiges" größer gewesen sein.

 

Giebelabsturz ? Was gab den Anstoß … ?

 

Rechts neben dem dominanten Höhlenfelsen befindet sich ein weiterer Monolith, der sicher nicht immer so merkwürdig auf der Seite lag, wie er sich uns präsentiert. Abbildung: Man sieht die rechte abgeschrägte Fläche, die aus meiner Sicht keine "natürliche" Bruchstelle ist.

 

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Der regionale Autor, Mystiker und Ortskenner Oswald Tränkenschuh ist der Ansicht, dass der rechts der Höhle seitlich liegende weitere Felsen die vertikale Verlängerung des Höhlenfelsens ist. Der Verdacht ist begründet, da die seitliche Fläche der mutmaßlichen Abbruchsstelle vollkommen flach ist und auf diese Weise den Eindruck vermittelt, der Felsen sei die ehemalige Spitze des Höhlenfelsens gewesen. Wenn man auf das Höhlendach steigt, sieht man deutlich, was er meint. Endgültige Klarheit dürfte eine CAD-Erfassung beider Oberflächen liefern, um die Paßtauglichkeit zu ermitteln. Ein Thema, für das sich die Wissenschaft nicht zu interessieren scheint. Wenn man sich den mutmaßglich abgebrochenen Felsen (sozusagen die Kuppe) anschaut, spricht auch vieles für einen sauberen Trennschnitt. Zumindest fiel mir nicht ein, wie ein solcher Bruch auf natürliche Weise zustande gekommen sein soll.

 

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Oder doch? Geologen würden hierfür möglicherweise die Erklärung liefern, dass die Schichtlagen von Sandgestein durchaus durch überstrapazierte Schräglagen ins Rutschen kommen könne. Gewiss, der Hauptfelsen steht vor einem Hang, ausschließen kann man im Grunde gar nichts. Aber welche Kräfte sollen hier auf den "Giebel" eingewirkt haben? In jedem Fall ist diese plane Seitenfläche des solitären Felsens sehr auffällig.

 

 

Symbolkerben und technische Vorbereitungen

 

Weitere Auffälligkeiten mehren sich rund um die als vormals "heidnisch" beschriebene "Kultstätte". Petroglyphen ebenso wie technische Vorrichtungsspuren. Der weiche Sandstein lädt zu vielfältigen Bearbeitungen ein. Eine Altersdatierung dürfte sich wie immer als äußerst schwierig bis unmöglich gestalten. Im Wandel der Zeiten haben hier sicherlich zahlreiche Kulte ihre individuellen Spuren hinterlassen.

 

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Manche Bearbeitungsspuren an umliegenden Felsen muss man in Handarbeit erst einmal vom Moos befreien bzw. freilegen.

 

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Würde man sich weiter bemühen, könnte man dort gleich ein Zelt aufschlagen. Zu finden gäbe es hier sicherlich noch viele weitere Spuren, die bisher noch im "Dunkeln" liegen.

 

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Hier Gravuren in der Höhle, die laut Tränkenschuh ausschließlich Meditationszwecken gedient haben soll.

 

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Interessant ist auch die "Flachdachpartie" der Höhle, die aus meiner Sicht mit Steinplatten ähnlich wie denen der urtümlichen Dolmen konstruiert wurde. Das kippelige Gefühl, als ich mich darauf befand, ließ daran aus meiner Sicht keinen Zweifel. Von oben wirkte alles wie eine menschengemachte Konstruktion. Würde man sämtliche Anhaftungen beseitigen, kämen hier sicherlich noch weitere Überraschungen zutage. Hier sieht man in der Profilansicht der "Decke", was ich meine. Dies wirkt auf mich nicht wie eine natürliche Absprengung (durch Frost o.ä.).

 

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Künstlich wirkende "Einschnitte" im Bereich der Felsen der Dachstruktur sowie die ebene Oberfläche lassen auf mehr schließen als eine zufällige Laune der Natur.

 

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Weitere interessante Bearbeitungsspuren finden sich ebenfalls auf der Dachfläche. Man kann getrost davon ausgehen, dass man hier einst technische Vorbereitungen für derzeit nicht mehr reproduzierbare Vorgänge getroffen hat.

 

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"Verquollene" Gesteinsstrukten – nur unterschiedliche Umwelteinflüsse?

 

Zurück auf dem "Boden der Tatsachen" bemerkt man, dass hier der Zahn der Zeit am Sandgestein in unterschiedlicher Weise gearbeitet hat. Glatte oder zumindest gerade Gesteinsabschlüsse stehen im krassen Gegensatz zu Vertiefungen, die offenbar höchst gegensätzlich auf äußere Einflüsse reagiert haben.

 

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Das nachstehende Bild zeigt die Seitenpartie des Höhleneingangs.

 

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Was sagen Geologen dazu? Ich zitiere aus dem Geotopkataster Bayern: "Der "Hohle Stein" besteht aus einer größeren, insgesamt 70 * 25 m messenden Felsgruppe aus Rhätsandsteinblöcken bis 10 m Größe. Eine massige, 7 m dicke Sandsteinplatte löste sich in zahlreiche Einzelteile auf und wanderte hangabwärts. Dadurch zeigen sich unterschiedliche Stadien der Ablösung aus dem Primärverband." (>> Quelle) Der geowissenschaftliche Wert dieser Anlage wird übrigens darin als "wertvoll" eingestuft. In wenigen dürren Zeilen hat man dort das Thema abgehandelt, eine Begründung für die Wertschätzung wird nicht mitgeliefert. Ich persönlich schätze jedoch, dass wir es hier mit weitaus mehr zu tun haben, als mit einer geologischen "Seltenheit" in der Region.

 

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Mein persönliches Fazit: Hier sind aus meiner Sicht vormals imposante Strukturen geschaffen worden, die weit über das hinausgehen, was uns im Rahmen heidnischer Bräuche und willkürlicher "Felskratzerei" übermittelt wird. Für Geomantiker jedenfalls ein Ort für zahlreiche Spekulationen. Die Tourismustafel versorgt uns derweil mit nichtig klingenden Sagen über diesen Ort, von dem aus beispielsweise ein Einsiedler seinen Hund mit Einkaufszettel nach Ebern schickte. Mag alles ein Quentchen Wahrheit beinhalten, doch niemand aus der Wissenschaft scheint sich ernsthaft dafür zu interessieren, wie das ursprüngliche "Monument" lange zuvor einmal aussah und wer es wirklich "in Form" brachte. Ich habe mich selbst davon überzeugen können, dass hier vieles unter den Erdschichten begraben liegt. Vermutlich soll das auch so bleiben …

 

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Fassadenkunststück der Nomaden? Mada'in Salih


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Mada'in Salih (übesetzt: Städte des Salih) liegt 400 km nordwestlich von Medina in Saudi Arabien. Früher einmal hieß die antike präislamische Stadt Hegra und wurde als Handelsmetropole der Nabatäer eingestuft. Von einer Handelsmetropole sieht man hier nicht viel - dafür erwarten Wüstenbesucher beeindruckende monumentale Fassaden im zerklüfteten Sandgestein.

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Königssee: Petroglyphen am Parkplatzfelsen 

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Der Königssee ist Publikumsmagnet für täglich Tausende von Besuchern im idyllischen Berchtesgadener Land. 99 % des Publikums passiert einen großen Felsen inmitten eines groß angelegten Parkplatzgeländes und achtet nicht auf die Inschriften.

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Yonaguni: Pazifische Seeanomalie vor Japan

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300 km vor der japanischen Küste gibt es ein Gebilde im Meer, das gegebenenfalls das Zeug zu einer Sensation hätte, wenn sich die Wissenschaftler wider Erwarten darüber einig wären, worum es sich dabei handelt. Leider sind sie es aber nicht und man kann sich getrost der einen oder anderen Seite anschließen: Ist es geologischen Ursprungs oder ein architektonisches Werk der Vorzeit?

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Langfinger der Schoschonen: Riesige Handabdrücke im Felsen

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Sie hinterlassen zwar tiefe Eindrücke, sind aber sicherlich nicht von Geisterhand entstanden: Die Petroglyphen der White Mountains in Wyoming gelten den Indianerstämmen der Utah, Schoschonen und Arapaho als heilig. Ganz nach üblicher Gepflogenheit nimmt man es mit der wissenschaftlichen Datierung nicht so genau und legt einen Zeitraum von 1.000 - 200 Jahren fest.

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Some like it hot: Das Geheimnis "verglaster" Festungen und Ruinen


Mur_vitrifié_Ste-Suzanne_Web.jpgBefestigungswälle, die nicht mit herkömmlichem Mörtel errichtet wurden, gelten auf den ersten Blick als Rarität. Viele haben von solchen Phänomenen ohnehin noch nie etwas gehört. Das mittelalterliche Dörfchen Sainte-Suzanne, Mayenne in Frankreich aus dem 11. Jahrhundert, das auf einer felsigen Erhebung mit dreieckiger Grundfläche steht, ist bereits für diese Bauweise unter "Insidern" bekannt.

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Regenbogengebirge aus der Graffiti-Sprühflasche: Zhangye Danxia

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Die Bergregion von Zhangye Danxia in China ist eine farbenfrohe Augenweide, die ohne großartige kreative Klimmzüge in ein phantasievolles Ölgemälde umgedeutet werden kann. Das Gebiet ist für die ungewöhnlichen Farben der Felsen bekannt, die ausgesprochen steil herausragen und zum Teil mehrere hundert Meter hoch sind.

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Pyramide als Fußabtreter für's Militär: Baka in Saujet-el-Arjan

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Die Entdecker bezeichneten sie als 13. Pyramide, allerdings kann heute niemand mehr sagen, ob es überhaupt eine werden sollte: Die Rede ist von der Grabkammer der Baka-Pyramide, deren quadratische Grundfläche von 200 x 200 Metern bereits in den Jahren 1905 bis 1912 vom italienischen Archäologen Alessandro Barsanti näher unter die Lupe genommen wurde.

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Bekommen die Türe nicht auf: Geheimnisvolle 7. Gewölbekammer bleibt geschlossen …

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Dass die Maharadschas von Travancore über Generationen fleißig Vermögen angehäuft hatten, steht wohl außer Frage. Geheimkammern des reich verschnörkelten Padmanabhaswamy Tempels mitten in Trivandrum, der Hauptstadt des südindischen Bundesstaats Kerala, wurden vom Obersten Gerichtshof Indiens (bestehend aus einem siebenköpfigen Richter-Komitee in Anwesenheit des Haupt-Treuhänder des Travencore Trusts) bereits 2011 geöffnet. Aber war das schon alles ...?

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An einem Sommermorgen im Jahre 1908 fand eine der größten Explosionen der russischen Geschichte statt. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse zur Kratertheorie als Absturzstelle eines vermeintlichen Himmelskörpers.

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Aufgetau(ch)t: Bigfoot-Körperteile oder Scherzartikel?

Um Heiligabend herum wartete der selbsternannte Hundetrainer Peter Caine aus Beaver Dams, New York, mit einer in Packpapier eingewickelten Überraschung auf.

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Mothman-Sichtung in Point Pleasant: Überraschung zum 50-jährigen Jubiläum?

Am Sonntagabend sah ein Mann, der auf der State Route 2 in der Gegend von Point Pleasant (West Virginia) unterwegs war, eine Gestalt, die sich von Baum zu Baum durch die Luft bewegte und dabei ungewöhnlich groß war.

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Kann ein Aluminium-Artefakt, das Tausende von Jahren in der Erde lag, mit außerirdischen Intelligenzen in Zusammenhang gebracht werden? Ein erstaunlicher Fund, der bereits 1973 im kommunistischen Rumänien gemacht wurde, ist jetzt an die Öffentlichkeit gekommen.

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Quadrocopter über Nazca „Lochstreifen“

Im Umkreis der alten Inka-Siedlung Tambo Colorado (ehemals Puka Tampu) / Peru befindet sich ein mysteriös durchlöchertes Landschaftsbild, das unter Regie von Brien Foerster mit einem Quadrocopter aus der Vogelperspektive erkundet wurde. 

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