Spurensucher - 18.07.2016

Langschädel-Schnelltest mit Dr. Ken

"Alternativ"-Forscher und Rundreisen-Initiator Brien Foerster war mit Dr. Ken, einem amerikanischen Radiologen, in einem bolivianischen kleinen Museum südlich des Titicaca-Sees in Bolivien unterwegs, in dem Knochenüberreste eines 8- bis 12-jährigen Kindes ausgestellt sind. Das Alter zum Zeitpunkt des Todes konnte der Wissenschaftler aufgrund der Zahn- und der Knochenstruktur des Körpers einschätzen. Seine Zähne waren teilweise dem Kiefer noch nicht entwachsen. Dabei handelt es sich offenbar um ein Mädchen, dessen Größe mit 5’4“ (5 Zoll / 4 Inches - ca. 1,62 m) angegeben wird – was ambitioniert hochgewachsen klingt für ein Mädchen diesen Alters. Doch der Wissenschaftler trägt im Grunde ja auch nur die Fakten zusammen, die aufgrund gängiger Analysen zu seinen Routinevorgängen gehören.

 

 


Allein die Schädelfontanelle schätzt er auf mindestens 7 cm länger als „normal“ ein. Es handelt sich um einen Langschädel, der definitiv nicht durch Schädeldeformationen oder Schädelabbindung (oder -abflachung) entstanden ist. Auch die üblichen Nahtlinien, die bei menschlichen Schädeln vorhanden sind, fehlen hier (wie auch bei zahlreichen anderen Langschädelfunden). Das Kind wurde mit diesen ungewöhnlichen Schädelproportionen geboren. Todesursache? Das Kind sei jedenfalls nicht durch ein „Trauma“ gestorben, versichert uns Dr. Ken. Ob er bei dieser Einschätzung ein Schädeltrauma meint, lässt er allerdings offen. Er stellt auch die Frage in den Raum, ob es sich bei dem Exponat um eine genetische Variante handelt oder um ein nichtmenschliches Wesen. Diese Frage interessiert sicherlich die meisten, doch inwieweit ein Gentest vorgesehen ist, steht wieder einmal in den Sternen.