Spurensucher - 27.5.2016

Offroad in Lava - Millionen Jahre alte Fahrzeugspuren


Ein klarer Fall von Fehlinterpretation? Was machen die rund 12 Millionen Jahre alten gleisähnlichen Spuren in komprimierter vulkanischer Lava, die im Laufe der Zeit hart wurde?Doktor Alexander Koltypin, Geologe und ein Direktor des naturwissenschaftlichen Zentrums für wissenschaftliche Forschung an der Moskauer Universität (Ökologie und Politologie), hat die Spuren im Phrygischen Tal in Anatolien (Türkei) erst vor kurzem untersucht. Er hat die Ansicht revidiert, dass es sich dabei um Spuren aus der Zeit von 1600 - 1170 v. Chr. handelt. Ursprünglich ging man davon aus, dass diese Wege Teil eines römischen Straßennetzes seien. Eine andere Theorie war auch, dass diese Phänomene mit Gletscherwasser zu tun hatten, das immerhin auch Erosionsspuren an vielen Orten der Region hinterlassen hatte.


 

Moderne Fahrzeugtechnik in grauer Vorzeit?


Doch dafür sind die Spuren zu symmetrisch und zu breit: Sie sehen sogar so aus, als hätten an der Stelle zu einem früheren Zeitpunkt Gleise gelegen. Der russische Geologe behauptet, dass die Furchen in jedem Fall von deutlich schwereren Fahrzeugen herrühren als von leichten Karren aus der Zeit. Er überraschte mit dem Vergleich, dass es sich dabei um Spuren handelt, die auch von Allradfahrzeugen unserer Zeit verursacht werden. Wie aber soll das geschehen sein – vor über 12 Millionen Jahren? 

Um die uns bekannte menschliche Zivilisation kann es sich dabei jedenfalls nicht gehandelt haben. Die Datierung des vulkanischen Gesteins lässt jedenfalls keine Zweifel darüber offen, dass die symmetrischen Spuren vor einigen Millionen Jahren entstanden sein müssen. Außerdem stellte sich heraus, dass die Spurenabstände denen heutiger Fahrzeugspuren entspricht, diese jedoch tiefer in den Boden eindrangen – gegenüber heutigen Fahrzeuggewichtsklassen. Insbesondere der einheitlich parallele Abstand im Verlauf lässt keinen Zweifel darüber, dass es sich hier nicht um wetter- oder erosionsbedingten Zufall handelt. 

 


Man muss jedoch berücksichtigen, dass die Erde weicher war als in heutiger Zeit. Untersuchungen der horizontale Einbuchtungen entlang der Furcheninnenwände könnten möglicherweise auch auf eine Art Achse schließen, die bei der Konstruktion der Fahrzeuge eine Rolle spielte.

 

Spuren aus Malta lassen grüßen



Der russische Forscher ist sich darüber im Klaren, dass diese Vermutung großen Staub aufwirbeln und der Mainstreamwissenschaft wie gewohnt nicht in den Kram passt. Er geht davon aus, dass hier unmissverständliche Zeichen einer Zivilisation vorliegen, die vor der klassischen Schöpfungstheorie dieser Welt existiert haben müssen. In allen Fällen ähnelt diese Entdeckung jenen Spuren auf dem Malteser Archipel, die die Klippen hinunter direkt in den Ozean führen. Die Spuren auf Malta sind selbstverständlich ebenfalls Gegenstand kontroverser Diskussionen.

Auch dort ist auffällig, dass sich – sofern man sich der "Karrentechnik" anschließen würde – keinerlei Fußspuren rund um die gleisähnlichen Spuren finden. Zumindest nicht von uns bekannten Menschen oder Tieren....

 

Sicherlich wieder eine Geschichte, die zu Mutmaßungen in alle Richtungen führt. Allerdings darf man den technischen Aspekt als Indiz zivilisatorischer Überlegenheit lange vor "unserer" Zeit nicht bedenkenlos vom Tisch wischen.